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Wanderschuhe für Temposünder

Zum Artikel „Sünder müssen tiefer in die Tasche greifen“ vom 10. Juni

Grundsätzlich war und bin ich als ehemaliger Vielfahrer für höhere Bußgelder und mehr Kontrollen - auch in Zivil. Es wird gemutmaßt, der Staat wolle „coronabedingt“ Geld in die klammen Kassen spülen. Was war ohne Covid 19? Es hat jeder selbst in der Hand, ob und wie viel er in die Staatskasse „abdrücken“ muss! Bei 50 Kilometer pro Stunde liegt der Bremsweg bei 25 Meter, bei 71 Stundenkilometer (innerorts!) hat er sich bereits auf 50 Meter verdoppelt! Das geht zu Lasten der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer - auch Fußgänger - und der Fahrzeuginsassen. Das wird im Artikel leider nicht erwähnt. Bei unangepasster Geschwindigkeit steigt das Risiko überproportional.

Der ADAC ist so ziemlich gegen alles, was die „freie Fahrt für freie Bürger“ einschränken könnte. Als Interessengemeinschaft für seine Mitglieder und die, die es werden sollen, kann er nicht objektiv als Sachverständigen-Institution agieren.

Parken auf Gehwegen: Oft ist zu beobachten, dass Familien mit Kinderwagen und Kleinkindern oder auch Personen mit Rollator, gezwungen sind, auf die Fahrbahn auszuweichen. Das darf als rücksichtslos - mindestens als gedankenlos bezeichnet werden. Oft sind Randsteine so hoch, dass es nur ein erschwertes Zurück auf den Gehweg gibt.

Bedauerlich, dass Polizeibeamte bei Kontrollen oft statt Dank für ihren Dienst, den Unmut der Verkehrsteilnehmer zu spüren bekommen. Zu Recht wird im Artikel um Verständnis für die Arbeit der Polizei geworben. Ich habe bei Kontrollen - oder einfach mal so - meinen Dank und mein Verständnis für die Beamten zum Ausdruck gebracht. Wer absolut nachweisbar zu schnell unterwegs war, sollte sofort an der Weiterfahrt gehindert werden können, um seinen Geschwindigkeitsrausch unter Kontrolle zu bringen. Wiederholungstätern sollte Flensburg als Rabatt Wanderschuhe zur Verfügung stellen . . .

Herbert Woyna, Bissingen

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