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Weiter so? Eben nicht!

Der Wahlkreis Kirchheim atmet auf. Erleichterung ist rundum zu spüren. Dass das grüne Polit-Schwergewicht Andreas Schwarz das Direktmandat im Handstreich abräumt, war klar. Dass CDU und SPD via Zweitmandat wieder das Ticket nach Stuttgart gelöst haben, stellte sich spät heraus und zog ein spürbares Aufatmen nach sich. Gerade nochmal gut gegangen!

Der Wahlkreis ist zu beglückwünschen, dass sich weiterhin drei engagierte Politiker für seine Belange in der Landeshauptstadt stark machen. Auch den wirklich bürgernahen Volksvertretern kann man ihren Erfolg nur von Herzen gönnen. Speziell die Newcomerin Dr. Natalie Pfau-Weller hat im einst schwarzen Stammland kein „g’mäht’s Wiesle“ vorgefunden, und der SPD-Mann Anne Kenner hatte ebenfalls gegen den Abwärtssog seiner Partei anzukämpfen.

Das ist geglückt. Doch das Aufatmen ist nur zum Teil berechtigt. Und von einem „­weiter so“, wie es den Zweitmandatsträgern in den sozialen Medien von ihren Fans freundlich zugerufen wird, darf erst recht keine Rede sein. Jetzt gilt es, wirklich moderne Politik zu praktizieren, das Ländle in jeder Hinsicht zukunftsfähig zu machen, klimatechnisch, schulisch, ­industriell und gesellschaftlich, und ein überzeugendes Krisenmanagement zu leisten. Daran müssen sich die Sondierungsverhandlungen orientieren, dafür steht das Votum der Bürger - auch bei den bevorstehenden Bundestagswahlen. Nicht für ein „weiter so“.

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