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Welche Chance ergreifen?

Zum Leserbrief „Die Chance ergreifen“ vom 22. Februar

Lieber Herr Gonser , Sie unterstellen den Gegnern, also auch uns, dass wir grundsätzlich gegen unser Wirtschaftssystem wären. Vielleicht sollten Sie die Leserbriefe genauer lesen, dann würden Sie sehen, dass wir nicht gegen die neue Technologie sind, sondern ein Überdenken des Standortes der beiden vorgesehenen Gewerbegebiete fordern, da es nach unserer Meinung noch genügend Gewerbeflächen gibt. Es ist jeder Meter zu viel, der unnütz versiegelt wird, auch die an der Autobahn, die Ihrer Meinung nach nicht ökologisch wertvoll sind. In der heutigen Zeit ist jeder Meter wichtig, um unsere Klimaziele zu erreichen.

Auch den Hinweis auf die Schnellbahnhöfe können wir so nicht gelten lassen, da diese in einer Entfernung liegen, die für uns nicht relevant ist. Auch Ihr Vorschlag zu einer niedrigeren Bauweise ist absolut der falsch Ansatz, denn dann wird der Flächenbedarf noch größer. Deshalb müssen wir in Zukunft eine mehrgeschossige Bauweise planen und akzeptieren. Da dieses aber hier nicht sinnvoll ist, muss ein anderer Standort gefunden werden, am besten ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.

Vielleicht machen Sie sich mal die Mühe und sehen sich in den bestehenden Gewerbegebieten um, wie viele Freiflächen es noch gibt. Auch schüren Sie - wie die Industrie und Teile der Politik - die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen und unserem Wohlstand, wenn nicht alles nach deren Willen geht. Die Auslagerung von Produktionsstätten hat schon lange begonnen und wird auch weitergehen, das ist leider ein Preis, den wir für die Globalisierung bezahlen müssen.

Unseren Kindern eine intakte Natur zu hinterlassen, dafür können wir was tun. Haben wir hier mit dem Ausbau der Autobahn und der Schnellbahntrasse nicht schon genug wertvollen Boden verloren? Um unsere Wirtschaft haben wir weniger Angst , da diese selbst in dieser Situation noch Milliarden Gewinne macht (Firma Daimler ).

Carmen und Roland Haller, Kirchheim

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