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Weltbienentag am 20. Mai

Zum Leserbrief „Wissenschaft kein Wunschkonzert“ vom 16. Mai

Um Herrn Dr. Endriß weiter Gelegenheit zu geben, über mich herzufallen, sei nur erwähnt, dass er mit keiner Silbe auf das eigentliche Anliegen meines Leserbriefs, nämlich das Verhalten der wortbrüchigen Agrarministerin Julia Klöckner eingeht: Zulassung von weiteren Ackergiften, obwohl sie gesagt hatte: „Was den Bienen schadet, muss vom Markt.“

Zum Weltbienentag gab der BUND folgende Stellungnahme ab: „Eigentlich wollten die Politiker heute eine wichtige Entscheidung für mehr Bienenschutz treffen. Auf Druck von Chemiekonzernen und einigen Mitgliedsstaaten hat die Kommission diese bedeutsame Entscheidung jedoch ausgesetzt . . . und stattdessen einen zweijährigen Konsultationsprozess eingeläutet . . . Damit wird die Einführung der strengen Bienenrichtlinie von 2013, durch deren bisher einmalige Anwendung drei Neonicotinoide verboten wurden, weiter verzögert. Stattdessen bleibt die deutlich schwächere Leitlinie von 2002 in Kraft. Sie ist absolut unzureichend, um unsere Bienen vor schädlichen Pestiziden zu schützen.“ Vor fünf Jahren, in der damaligen Genmais-Debatte, vertrat Herr Dr. Endriß die Meinung, es gebe keinen Lobbyismus in der Politik. Ob er das heute immer noch glaubt?

Martin Brost, Dettingen

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