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Wer die Schau erobert, wird reichlich belohnt

Große Stellwände viel Text, wenige literarische Zeitzeugnisse in Papier und am Ende eine Animation: Die Ausstellung „Friedrich Hölderlin - Die letzte Nürtinger Zeit“ im Nürtinger Stadtmuseum muss „erobert“ werden. Wer dazu bereit ist, wird reichlich belohnt. Gezeigt wird der Dichter in seiner reifsten Schaffensphase und in seiner Zerrissenheit, wenig lebenstauglich, aber von großer Geisteskraft - rund ein Jahr, bevor sein Weg in die Tübinger Anstalt und den Turm führte. Ein Überblick über die Stationen:

Mit einem Albpanorama zur Ode „Rückkehr in die Heimat“ geht es los. Dann die erste Station: Wie war er eigentlich? Wie kann man den gut aussehenden, ehrgeizigen Sohn aus gutem Hause charakterisieren?

Der ausweglosen Liebe zur verheirateten Susette Gontard, deren Tod ein Meilenstein auf dem Weg in die geistig zerrüttete Einsamkeit darstellt, ist eine weitere Station gewidmet, ebenso wie dem innigen, aber angespannten Verhältnis Hölderlins zur Mutter.

Briefe sind Quellen, die den Zustand des 34-jährigen Hölderlin im Spannungsfeld zwischen schöpferischen Einsatz und Zerrüttung zeigen. Der brieflich besorgte Austausch großer Freunde wie Hegel und Schelling über dessen Zustand ist ebenfalls Thema.

Es folgt ein großer Ausstellungsteil zum Schaffen Hölderlins in jener Zeit. Zum Ende gibt es animierte Zitate zu Einschätzung und Bedeutung des Dichters - ehe Hölderlin selbst mit einem Bekenntnis zum Humanismus seinen Nachfolgenden eine Aufgabe überträgt.war

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