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Wer jammert, schadet sich

Zebrastreifen, Bretterwand, Wohnmobile, und jetzt macht auch noch das Freibad bisschen später auf - jede Menge Gründe, zu jammern und zu nörgeln. Dabei ist doch bekannt und wissenschaftlich nachgewiesen: Ständiges Jammern macht krank und wirkt sich negativ auf das Gehirn aus.

Die wissenschaftliche Erklärung dafür lautet so: Um möglichst effizient zu arbeiten, legt das Gehirn Muster an, die später wieder abgerufen werden können. Wenn dieselben Synapsen häufig miteinander kommunizieren, rücken sie näher zusammen, damit sie die Information schneller weitergeben können. Wer also regelmäßig negative Gefühle hat, erzieht sein Gehirn dazu, pessimistische Gedanken optimistischen vorzuziehen. Zudem macht Jammern auch noch vergesslich, weil es den Hippocampus zum Schrumpfen bringt. Jammern setzt den Körper unter Stress, erhöht den Cortisol-Spiegel und damit das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und Depressionen. Der Jammerer schadet nicht nur sich selbst. Er gefährdet auch die Gesundheit seiner Mitmenschen. Einem Menschen eine halbe Stunde beim Jammern zuzuhören, reicht, um das Stress-Level zu erhöhen.

Die gute Nachricht: Positive Gedanken haben ebenso eine Wirkung auf das Gehirn. Dankbarkeit, Optimismus und gute Laune senken das Cortisol-Level um bis zu 23 Prozent. Also freue ich mich auf die Eröffnung des sanierten Freibades mit neuer Duschmöglichkeit, die neue Klettermöglichkeit auf dem Tragwerk-Spielplatz, das leckere Essen unserer Neubürger im Café Hope und über so vieles mehr in unserer Stadt.

Cornelia Frey, Kirchheim

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