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Widerstand gegen Hitler

Tatsachenroman aus Stuttgart. Das Stuttgarter Kabelattentat vom 15. Februar 1933: Hitler ist seit zwei Wochen Reichskanzler, noch hält er sich formal an die Regeln des Staatswesens. Zwei Tage nach seiner Ernennung hat er die Auflösung des Reichstags durchgesetzt Neuwahlen sollen klare Verhältnisse schaffen. Als Wahltermin wird der 5. März festgesetzt und der neue Reichskanzler hat sich sorgsam überlegt, wo er seinen vielbeachteten Wahlkampfauftakt inszeniert: Im eher zurückhaltenden Stuttgart. Und ausgerechnet dort passiert diese Blamage: Vier clevere junge Kommunisten schaffen es, mit nur einem Beil bewaffnet, den gewalttätigen Machtapparat der Nazis zu übertölpeln. Die Nachricht von dem gelungenen Streich verbreitet sich blitzschnell im gesamten Reichsgebiet und sorgt für Hohn und Spott. Parallel zur Geschichte des Attentats entfaltet sich im Hintergrund eine menschliche Tragödie aus Verrat, Einsamkeit, Leid und menschlicher Größe. Sie wird dem Ideengeber des Kabelattentats, Theodor Decker, ein grausames Schicksal bescheren: Alles beginnt mit einer hinterhältigen Denunziation. Der renommierte Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Rolf Schlenker hat die Hintergründe dieses historischen Ereignisses recherchiert und präsentiert sie detailgetreu in einer lebendigen Nacherzählung. Der Roman ist ein erschütterndes und bewegendes Zeitdokument.

1933 - Ein Beil gegen Hitler. Von Rolf Schlenker. Erschienen im Silberburg-Verlag, Tübingen; 128 Seiten; ca. 30 Abbildungen; Klappenbroschur, Euro 15,99.


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