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Wiedergekäute Appelle

Zur Corona-Pandemie

Wie sagte selbst ein CDUler im Fernsehen vor einigen Tagen: „mutlos, planlos, ratlos“ - weil konzeptlos; und die Opposition sekundierte mit „einfallslos: immer mehr vom Gleichen!“. Diesen Scherbenhaufen werden Spahn-Wiehler-Lauterbach mit ihren täglichen, überstrapazierenden Warnhinweisen und ihren stets wiedergekäuten Appellen nicht mehr aufkehren können!

Die Inzidenzen entwickelten sich bis zu den dringendst erforderlichen Kindergarten- und Schul­öffnungen recht gut, steigen seitdem jedoch wieder stark an. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Tests auch an den Schulen noch immer Mangelware sind, und die Teilnahme am Unterricht nicht verpflichtend an einen Test gebunden ist. Es ist fatal, ohne notwendige Regularien zu öffnen. Folgerichtig steigen seitdem die Inzidenzen vor allem im Kinder- und Jugendbereich wieder stark an (mit der Variante B.1.1.7).

Diese spezielle Entwicklung wird von den Politikern ignoriert und seit Beginn der Pandemie wurde verschlafen, Untersuchungen zu den Infektionstreibern vor- beziehungsweise wahrzunehmen. Die dritte Welle wurde definitiv nicht von den geschlossenen Hotels, Restaurants und so weiter ausgelöst. Stattdessen schüren Politiker Angst und Panik, was auf Dauer nicht gutgehen kann. In der Regierungsverantwortung sehe ich weder hier im Süden noch in Berlin jemanden, „der Krise kann“!

Die gebetsmühlenhaften Appelle: „Jetzt kommt es darauf an / nur noch wenige Woche durchhalten / bald haben wir genug Impfstoff, Schutzmasken, Schnelltests usw. / bleibt schön zu Hause“ mag ich nicht mehr hören. Auch das Impfmanagement läuft derzeit in bewährter Weise deutlich schlechter als versprochen.

Als mündiger Bürger reichen mir die AHA-Regeln und eine überschaubare Zahl von Kontakten. Verhalten wir alle uns inzwischen nicht ein wenig zu sehr „coronoia“?

Dr. Peter Leusing, Weilheim

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