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„Wir haben noch was gutzumachen“

Handball Die Frauen der TG Nürtingen können in Nord Harrislee den Klassenerhalt in der 2. Liga klar machen.

Nürtingen. In der Hinrunde verschliefen die Zweitliga-Handballerinnen der TG Nürtingen den Start gegen den TSV Nord Harrislee komplett. Erst nach einer Viertelstunde erzielten sie ihr ers­tes Tor, konnten die Partie nicht mehr drehen. Am heutigen Samstag (17.30 Uhr) muss das bei den Nordlichtern anders werden, will die Turngemeinde den nächsten, möglicherweise schon entscheidenden Schritt hinsichtlich des Klassenverbleibs machen.

TG-Trainer Simon Hablizel war nach der 24:29-Niederlage vor vier Tagen gegen Waiblingen ­richtig angefressen. Die vielen Fehler seiner Truppe behagten ihm gar nicht. Schon kurz nach Spielende fuhr er „sauer“ nach Hause. Gestern bestritt die TG ihr Abschlusstraining, bereits gestern ging es mit dem Bus gen Norden. In zwei Etappen mit Zwischenstopp in einem Hotel wird die mit ihren über 850 Kilometern weiteste Auswärtsfahrt an den Ort nahe der dänischen Grenze bestritten. „Bei denen geht’s nicht mehr um viel“, weiß Hab­lizel, bei seinem Team dafür um umso mehr.

Hoffen auf Wuppertal

Im Idealfall könnte aber auch das schon am frühen Samstagabend Makulatur sein. Dann nämlich, wenn die SG Kirchhof, derzeit mit drei Pluspunkten weniger als die TG auf dem Relegationsrang beheimatet, in ihrem drittletzten Saisonspiel gegen Wuppertal verliert und Nürtingen kurz zuvor in der Harrisleer Holmberghalle punktet - ein denkbares Szenario, dafür bedarf es aber vor allem aus TG-Sicht einer Leistungssteigerung gegenüber der jüngsten Darbietung und auch dem ersten Aufeinandertreffen mit dem TSV Nord in dieser Runde. Beim 21:27 im Januar zu Hause gaben die Hablizel-Schützlinge durch ihren 0:7-Start schnell die Zügel aus der Hand, während die Nordlichter hinterher den dritten Erfolg ihrer imposanten, letztlich acht Spiele dauernden Siegesserie einfuhren. „Wir haben etwas gutzumachen“, sagt der TG-Coach.

Der TSV-Motor ist daraufhin ziemlich ins Stocken geraten. „Wir haben doch gewonnen“, blickt Harrislees Trainer Olaf Rogge zwar trotzig auf den 28:25-Sieg am 1. Mai über Kirchhof, aber zuvor war mit fünf Niederlagen in Folge mächtig Sand im Getriebe. „Die Luft war raus, als wir mit 20 Punkten unser Ziel Klassenerhalt erreicht hatten“, meint Rogge. Er will nun dafür in den letzten drei Saisonspielen noch mal Gas geben. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt der 54-Jährige, der personell nach einigem Verletzungspech wieder aus dem Vollen schöpfen kann und noch einen weiteren Grund hat, die Runde so gut wie möglich beschließen zu wollen. Am Mittwoch hat er seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert. jsv

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