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Wir leben in keiner Diktatur

Zum Artikel „Widerstand gegen Quartiers-Pläne“ vom 23.  Dezember

Ich frage mich, ob ein Verein, in diesem Fall der BID, über die Köpfe der Eigentümer beziehungsweise Gewerbetreibenden in der Innenstadt bestimmen kann. Wie in dem Zeitungsbericht erwähnt, sind viele Geschäftsleute und Gastronomen gegen diese Aktion beziehungsweise die zu entrichtende Gebühr. Wir leben doch in einem freien Staat und in keiner Diktatur, wo Leute über andere bestimmen dürfen.

Aus meiner Sicht wird diese Gebühr letztendlich auf den Kunden umgelegt. Fazit: Es kaufen noch mehr Leute im Internet, und dadurch kommt es zu weiteren Ladenschließungen. Die Folge ist, dass die Innenstadt noch unattraktiver wird. Da hilft auch keine „bessere Beleuchtung oder zusätzlicher Blumenschmuck“.

Viel angebrachter wäre es, wenn die Stadtverwaltung die völlig maroden Pflastersteine in der Fußgängerzone durch einen neuen Belag austauschen würde. So etwas trägt auch zu einer attraktiven Innenstadt bei. Hier wird jedoch kein Geld ausgegeben, denn eine schwarze Null in der Stadtkasse ist wichtiger.

Diejenigen (Herr Renken und so weiter), welche diese Gebühr möchten, sollten dies auf freiwilliger Basis tun. Vielleicht wird ihnen dann eines Tages in der Innenstadt ein Denkmal gesetzt.

Joachim Masarin, Kirchheim

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