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„Wir sind auf dem richtigen Weg“

TSV Weilheim Trotz des personellen Aderlasses vor allem in der Defensive herrscht unter der Limburg Optimismus.

Weilheim. Wer Oliver Klingler in der Vorbereitung des TSV Weilheim im Lindachstadion beobachtet hat, der merkte schnell, worauf der neue Cheftrainer besonderen Wert legt: körperliche Fitness. Der 44-Jährige jagte sein Team immer und immer wieder in bester Felix-Magath-Manier über den Rasen. Kurze Sprints, schnelle Bewegungen, Sprünge und Seitenwechsel, das alles stets unterstützt von lautstarker Motivation, um die Laune der Spieler trotz der schweißtreibenden Einheit hoch zu halten. „In der Bezirksliga geht viel über Fitness und Ausdauer. Ich glaube, Oli hat es in den vergangenen Wochen geschafft, dass wir unser Defizit in dieser Hinsicht kompensiert haben“, ist Marvin Heth, spielender Co-Abteilungsleiter, vom Trainingsinhalt des neuen Chefcoaches überzeugt.

Doch nicht nur im Trainerstab hat sich bei den Limburgstädtern etwas getan. Auch im Kader fand ein ordentliches „Bäumchen-wechsel-dich“ statt. Insgesamt neun Spieler verließen den Verein, zehn kamen dazu. Besonders schwer wiegen die Abgänge von Julian Unger (TSV Bad Boll) und Fabio Brandner (SV Ebersbach), die mit jeder Menge Robustheit und Zweikampfstärke die Weilheimer Abwehr nicht nur in brenzligen Situationen zusammenhielten, sondern auch intern als Führungsspieler vorangingen. Als wäre das nicht schon schmerzhaft genug, hat mit Benjamin Schmitz, der in der abgelaufenen Saison neben Ex-Coach Benny Geiger die Rolle als Co-Spielertrainer inne hatte, sogar noch ein dritter Defensivspezialist den TSVW verlassen. „Nichtsdestotrotz können wir diese Abgänge mit unseren neuen Spielern sowohl in der Breite als auch in der Spitze gut auffangen“, fasst Heth die Transferperiode zusammen.

Verstärkung aus dem Kurort

Hoffnung legen die Weilheimer dabei vor allem auf Cherif Sekou und Tino Martorelli, die beide von Landesligist Bad Boll unter die Limburg gewechselt sind und im Zentrum Zweikampfstärke verkörpern sollen. Ebenso neu sind Florian Kirchner (1.FC Frickenhausen), Marc Heinzmann (1.FC Donzdorf), Tim Weiler (SV Göppingen U19), Morris Maier (VfL Kirchheim) sowie Jannick Hoyler, Louis de Giulio, Tobias Salzer und Florian Schlote, die allesamt aus der eigenen Jugend beziehungsweise Zweiten Mannschaft befördert wurden.

Dass die Weilheimer für eine Überraschung sorgen könnten, davon ist Marvin Heth jedenfalls überzeugt: „Die letzte Saison war nicht so schlecht wie es tabellarisch aussieht, beispielsweise auch wegen des Punktabzuges aus dem Eislingen-Spiel“, meint der 24-Jährige. „Natürlich müssen wir uns erst mal zusammenfinden. Aber wenn die Automatismen auf dem Platz greifen, traue ich uns das vordere Drittel zu. Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Max Pradler

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