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Wo bleibt die Kompetenz?

Zum Artikel „Rotes Kreuz fährt keine Schüler mehr“ vom 18. April

Und wieder einmal hat das Profitdenken gesiegt und wieder die Schwächsten in unserer Gesellschaft getroffen. Seit vielen Jahren leistet das Rote Kreuz mit seinen Schülertransporten stets verlässlich mit höchster Kompetenz den Fahrdienst von Kindern mit Handicap, die lange Zeit benötigen, um Vertrauen zu ihren Fahrern aufzubauen. Diese Kinder und ihre Eltern brauchen Vertrauenspersonen, gerade im Fahrdienst, die wissen, wie sie mit ihren Schützlingen umgehen müssen. Diese Kinder können nicht verstehen, dass ihre Fahrer nicht mehr kommen und plötzlich Fremde da sind.

Und ich möchte nicht daran denken, dass Transportunternehmen den Zuschlag bekommen, die günstiger sind. Wo bleibt dann die Kompetenz und die Sicherheit? Ist doch das die Stellschraube, an der gedreht wird, wenn es weniger kosten soll. Es ist an der Zeit, wieder eine andere Richtung einzuschlagen: Kompetent und sozial zählt mehr in unserer Gesellschaft, als alles in kürzester Zeit und billiger zu bewerkstelligen. Das geht gerade auch an die Politiker, zieht sich doch dieses unsoziale, profitorientierte Denken quer durch die ganze Gesellschaft und die Arbeitswelt. Da kommt für einige immer weniger an, siehe Rotes Kreuz, Verbundschulen, Kranken- und Altenpflege und so weiter.

Andrea Andrews, Dettingen

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