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Wölfe fressen kein Gras

Zum Artikel „Fotofalle könnte einen Wolf abgelichtet haben“ vom 25. April

Die seitherige Wolfspolitik in Deutschland ist gescheitert. Verhaltensauffällige Wölfe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, welche bereits im Februar zum Abschuss freigegeben wurden, weil diese Ponys, Fohlen, Rinder, Schafe, Ziegen, Alpakas und Damwild hinter „wolfsdichten“ Zäunen gerissen haben, laufen nach wie vor herum und reißen weiter Nutztiere. Erst vor Kurzem wurde ein Fohlen in Thüringen gerissen. Die staatliche Wolfsentnahme mit anonymen Jägern erweist sich als handlungsunfähig. Den wolfsdichten Zaun gibt es nicht. Herdenschutzhunde sind nur bedingt eine Lösung und bringen viele weitere Probleme mit sich.

Abhilfe kann nur die Politik schaffen. Aber Mandatsträger, meist aus den grünen und roten Parteien, verhindern bis jetzt die Herabstufung des Wolfes in den FFH-Richtlinien. Damit wird auch die Aufnahme ins Jagdrecht abgelehnt. Diese Politiker verschließen die Augen vor der jährlichen 36-prozentigen Reproduktionsrate der Wölfe. Bleibt es bei dieser Politik, müssen wir in Deutschland bis zum Jahr 2022 mit 4 400 Wölfen rechnen. Dann ist der Wolf überall, damit wird einer Weidetierhaltung der Garaus gemacht. Schon jetzt verursachen Wölfe jährliche Kosten von 4,8 Millionen Euro für den Steuerzahler. Wölfe fressen kein Gras, betreiben keine Landschaftspflege und sind kontraproduktiv für die Artenvielfalt. Diese Politik treibt die Weidetiere zur Massentierhaltung in die Ställe und die Landbevölkerung in die Arme der Rechtspopulisten. Deshalb müssen wir zur Europawahl gehen, um der Politik unseren Willen aufzuzeigen.

Karl Ederle, Bissingen

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