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Wohin steuert die Gesellschaft?

„Wenn die Pferde nicht mehr können, nimmt man die Esel.“ Ein Zitat von Papst Johannes XXIII. Mit seinem stattlichen Leibesumfang strahle er Güte, Wärme und Menschen-Freundlichkeit aus, sagte er und klagte: „Alle wollen mich, nur der Schneider nicht.“ Das Zitat mit den Pferden und Eseln passt zum Thema: Deutschland mit seinen Zulieferern inmitten der Rekordnachfrage hat enorme Probleme. Durch fehlende Kleinteile aus einer Produktionsstätte aus China oder von Schaltungen aus Japan für E-Bike-Motoren stehen teilweise Produktionen still. Trotz voller Auftragsbücher gehen Mitarbeiter in die Kurzarbeit mit vermindertem Lohn. Allein in Deutschland leidet fast jedes zweite Unternehmen unter Lieferungsengpässen. Bei Autoherstellern stauen sich halbfertige Fahrzeuge, weil elektronische Chips nicht ankommen.

Als ehemaliger stellvertretender Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Kreisverband Esslingen, meine Empfehlung: Die Politik solle bitte zumindest künftig so ehrlich bleiben und deutlich zeigen, „wie wichtig ihnen der Mittelstand ist“.

Schon Byzanz und Rom, Sowjet­union und Jugoslawien, alle zerbrachen am Völkermischmasch. Auch Deutschland könnte daran scheitern. Der französische Staatspräsident de Gaulle sagte einmal: „Ideologen und Politiker kommen und gehen, aber die Nationen bleiben bestehen.“ Nur wer sein Vaterland liebt, versteht auch die Sehnsucht der anderen Völker nach einem eigenen Vaterland.

Franz Pfeffer, Dettingen

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