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Wohnen in Kirchheim

Anregt durch verschiedene Artikel im Teckboten und viele Gespräche in der Stadt habe ich mir viel Zeit genommen, alle entstehenden (Hallenbad und Lauterterrassen) oder geplanten Wohn-Quartiere (Steingau und Henriettengarten) vor Ort zu besichtigen - hier entsteht hochpreisiges Wohnen für Menschen, die es sich leisten können. Ich schreibe den Leserbrief, weil viele eine bezahlbare Wohnung vergeblich suchen.

Dazu habe ich an alle Bewohner, an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat einige Fragen: Wo gibt es für Wohnungssuchende im momentanen Bestand bezahlbare Wohnungen? Welche Planungen (zum Beispiel Güterbahnhof 2016) für preisgünstiges Wohnen werden zeitnah realisiert? Ich bin der Überzeugung, die Frage des Wohnens muss mehrperspektivisch und gleichzeitig angegangen werden: hochpreisiges Wohnen und preisgünstiges Wohnen!

Ich weiß, dass der Gemeinderat eine Sozialbau-Verpflichtung beschlossen hat. Das reicht nicht aus! Es wäre eine Aufgabe von Stadtverwaltung und Gemeinderat, unter anderem zu überlegen: Wie schaffen wir in unserer Stadt Sozialwohnungen? Kann die Stadt eine eigene Wohnungsbau-Gesellschaft gründen und dann selber bauen? Welche Kooperationen gibt es dafür? Als engagierter Bewohner, der unter anderem persönliche leidvolle Erfahrungen mit Wohnungssuche machen musste, werde ich in der kommenden Zeit immer wieder Mitbürger auffordern, Wohnraum zur Verfügung zu stellen - und die Stadtverwaltung und den alten und neuen Gemeinderat immer wieder herausfordernd daran erinnern: Wer Kirchheim als lebenswerten Wohnort will, muss Wohnungen für alle zeitnah und gleichzeitig schaffen!

Willi Kamphausen, Kirchheim

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