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Wolfs-Hysterie im Ländle

Zum Artikel „Der Wolf ist auch nur ein fauler Hund“ vom 13. März

Liest man den Artikel über die Weidetierhalter in der Region und ihr „Mahnfeuer“ gegen Wölfe, hat man den Eindruck, als würden Dutzende von Wolfsrudeln im Südwesten leben und es würde täglich zu Wolfsrissen bei Weidetieren kommen, dabei machen Weidetiere weniger als ein Prozent der Beutetiere des Wolfes aus.

Vor allem „Mahnfeuer“ . . . sind wir denn schon beim „Ku Klux Klan“ gelandet?

Diese Hysterie erscheint mir wieder typisch deutsch: Wie viele Wölfe wurden bisher in Baden-Württemberg gesehen? Zwei oder drei? Wenn, dann waren sie wohl am ehesten auf dem Durchzug in weniger dicht besiedelte Gegenden und konnten froh sein, wenn sie unseren Ballungsraum lebend durchqueren konnten, ohne ein Verkehrsopfer (oder eine Jagdtrophäe) zu werden.

Wenn bei diesem Durchzug einzelne Schafe gerissen werden, gibt es dafür meines Wissens eine Entschädigung!

Ich verstehe die Sorgen der Weidetierhalter, aber warum muss hier schon wieder in vorauseilender Panikmache ein Zustand beschrieben werden, den es so gar nicht gibt?

Da ist von „ökologischer Katastrophe“ und „Artensterben“ die Rede, falls es keine Weidetiere mehr geben sollte! Der eine oder andere durchziehende Wolf löscht also Hunderte von Schafherden aus . . . einfach lächerlich und schiere Panikmache!

Zudem werden Personenschäden durch ausreißende Schafe angeführt . . . das musste ja kommen, das zieht immer noch am besten!

Liebe Weidetierhalter, lasst doch bitte die Kirche im Dorf und redet nicht in kalkulierter Panikmache Dinge herbei, die weit und breit nicht zu sehen sind!

Übrigens, Bruno lässt grüßen!

Dr. Michael Dietz, Kirchheim

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