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Wozu sind wir auf der Welt?

Zur Berichterstattung über das Flüchtlingslager auf Lesbos

13 000 Stühle sehe ich vor dem Reichstag, sehe Flammen lodern aus Wut und Verzweiflung, sehe die bleierne Unfähigkeit einer zivilisierten Welt, unfähig, den Campierenden am Rand der Straße einfach die Hand zu reichen, ohne Wenn und Aber, nicht Samariter zu spielen, sondern Samariter zu sein! Mit Wein und Öl, für Wunden und Schrunden, mit Esel und Zaumzeug, mit Obdach und Lagerstatt - und das mit offenem Blick, klarem Verstand und wundem Herz. Wozu sind wir eigentlich auf der Welt?

Eberhard Süße, Ohmden

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