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Zusammenhang beachten

Zum Artikel „Ferienspaß im Corona-Modus“ vom 24. Juni und den Leserbriefen „Eltern mehr wertschätzen“ und „Stolz auf die ,Familienleistung‘“ vom 27. Juni

In den vergangenen Monaten haben mich immer wieder Urteile ratlos gemacht, die sich auf einen Satz beziehen und dabei Zusammenhänge nicht beachten - so wie in den beiden fast gleichen Leserbriefen. In ihnen wird zitiert: „Unsere Schulsozialarbeiter wissen, für welche Kinder es wahrscheinlich schwierig war, wochenlang isoliert mit ihren Eltern zu leben.“ Dabei wäre der davor stehende Satz „Wir gehen auf die Familien zu“ und die daraus resultierende Schlussfolgerung „. . . wahrscheinlich schwieriger . . .“ klärend gewesen.

Als Vorsitzender des Brückenhauses weise ich darauf hin, dass es gut gewesen wäre, den Zusammenhang zu beachten, und verwahre mich ausdrücklich gegen die abwertende Wortwahl, die unserem geschätzten Mitarbeiter und pädagogischen Geschäftsführer in keinster Weise gerecht wird.

Für das Brückenhaus, Mitarbeiter-Team und Vorstand, ist die Würde und die Wertschätzung jedes Menschen oberstes Gebot und die Leitlinie unseres Handelns. Die Arbeit des Brückenhauses hat dabei eine klare Orientierung und begegnet Kindern, Jugendlichen und Eltern auf „Augenhöhe“.

„Unser zentrales Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Lebenszusammenhänge in ihrer Persönlichkeit zu stärken, um sie zur aktiven Beteiligung und zum sozialen Miteinander im Gemeinwesen zu befähigen. Wir bieten ihnen Hilfen bei der Bewältigung ihres Lebensalltags an, um einer sozialen Gefährdung und einer Ausgrenzung entgegenzuwirken.“

Willi Kamphausen, Erster Vorsitzender, für das Team und den Vorstand des Brückenhauses

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