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Zuwanderung und Wohnraum

Zum Artikel „Kirchheim wird nicht zur ,Seebrücke‘“ vom 17. Oktober und zum Leserbrief „Mehr Mut“ vom 24. Oktober

Wenn sich junge Menschen kommunalpolitisch engagieren und ihre Meinung kundtun, so ist dies aller Ehren wert. Dennoch möchte ich auf den einen oder anderen Widerspruch aufmerksam machen. Schon der Name der Aktion „Seebrücke“ verrät, dass es nicht nur um die Seenotrettung einzelner Menschen, deren Notwendigkeit kaum jemand ernsthaft bestreitet, sondern um die Schaffung weiterer Wege der Zuwanderung von Menschen, vornehmlich aus Afrika, geht.

Mehr Menschen in Kirchheim bedeuten aber auch einen höheren Bedarf an Wohnraum. Wenn es jedoch um die Ausweisung von Wohnbauflächen geht, dann sind die Grünen im Gemeinderat diejenigen, die am stärksten auf die Bremse treten. Dies trägt mit zu den steigenden Preisen von Wohnraum bei.

Sofern Wohnraum statt in der Fläche durch höhere Gebäude geschaffen werden soll, kommt von den Grünen häufig der Ruf „zu hoch“ und „dagegen“.

Soll günstiges Wohnen durch einfachere Baustandards erreicht werden, erheben die Grünen die Forderung nach Architektenwettbewerben, Dach- und Fassadenbegrünungen, der Pflicht zu Photovoltaikanlagen und vielem mehr - billiger wird dadurch das Bauen und Wohnen nicht.

Hinzu kommt, dass die Bevölkerung Afrikas jede Woche um etwa eine Million Menschen wächst. Dieser enorme Bevölkerungsanstieg zehrt das Wirtschaftswachstum in vielen Ländern Afrikas wieder auf, was zum Wunsch vieler Menschen führt, auszuwandern. Das Problem des Bevölkerungswachstums muss jedoch vor Ort in Afrika und nicht durch Auswanderung nach Europa gelöst werden - dazu hört man von den Grünen allerdings gar nichts.

Mehr noch als in einer weltoffenen Stadt wünsche ich mir, in einer sicheren Stadt zu leben. Noch bis vor vier Jahren haben wir keinen dauerhaften Sicherheitsdienst im Freibad oder Betonbarrieren und Taschenkontrollen bei der Musiknacht gebraucht.

Dr. Thilo Rose, CDU-Fraktionsvorsitzender, Kirchheim

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