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Zweigleisige zweite Liga ist wieder Thema

Handball Die zweithöchste deutsche Spielklasse der Frauen mit der TG Nürtingen steht womöglich vor einer Neustrukturierung.

Nürtingen. Andreas Thiel gilt nicht als ein Freund der Zweigleisigkeit. Während einige Vereine seit Jahren dafür plädieren, die Zweite Bundesliga wieder in Nord und Süd aufzuteilen, würde der frühere Weltklasse-Handball-Torhüter und heutige Vorsitzende der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) am liebsten auch die zweithöchste deutsche Spielklasse professionalisieren.

In Zeiten der Corona-Pandemie scheint dieses Vorhaben jedoch in noch viel weitere Ferne gerückt als jemals zuvor. Der Fokus liegt nun darauf, die kommende Saison, wie und wann auch immer sie gespielt werden wird, so gut wie möglich durchzuziehen. Dadurch könnte auch das 2011 in der zweiten Liga eingestellte frühere System wieder an Bedeutung gewinnen, für Erste und Zweite Bundesliga. Und das auch für den als „Hexer“ bekannten Andreas Thiel. „Wir denken auch darüber nach, entschieden ist aber angesichts der derzeitigen Lage noch nichts“, sagt hinsichtlich einer möglichen Umstrukturierung.

Aktuell hat auch Thiel den September als Saisonstart auf der Agenda, doch Anfang Mai 2020 bleibt unsicher, ob es einen planmäßigen Beginn geben und wie lange die Spielzeit 20/21 überhaupt gehen wird. Gunnar Fischer, Abteilungssprecher der TG Nürtingen hat die Zweigleisigkeit derzeit „nicht auf der Agenda“. Immer wieder sei diese in den Gesprächen der HBF mit den Vereinen aufgekommen, um sie konkret zu machen, „aber es bedarf es einer Änderung der Spielordnung und einer Zustimmung der Vereine“, gibt Fischer zu bedenken. Die Zweigleisigkeit wird ein Thema bleiben, gehört derzeit aber noch in die Kategorie „Gedankenspiele“, so Thiel. jsv

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