Dettingen. Der Zeitpunkt für den Startschuss sei nicht ganz freiwillig gewählt worden, sagte Bürgermeister Rainer Haußmann: „Wir haben aus Sicht des Zuschussgebers noch drei Tage Zeit, um mit dem Bau zu beginnen.“ Die Baukosten liegen bei rund 3,8 Millionen Euro, vom Bund erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 240 000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Modernisierung der Kita Regenbogen in der Hinteren Straße. Insgesamt investiert Dettingen sieben Millionen Euro in ihre Kindertagesstätten. „Vor fünf Jahren hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass wir es uns heute leisten können, einen neuen Kindergarten zu bauen“, sagte der Bürgermeister.
Er lobte die Gemeinderäte, die mit ihrer Entscheidung für Investitionen in Bildung ein deutliches Zeichen gesetzt hätten. „Wir haben lange diskutiert, auch über die Standorte“, erinnerte Haußmann. „Aber nun haben wir eine gute Lösung gefunden.“ Das Areal mit der Verbundschule und in einigen Jahren auch der Grundschule in direkter Nachbarschaft sei ideal. „Die Vision von einem Bildungshaus wird dann Realität“, sagte Haußmann.
„Wir freuen uns, viel Platz zum Spielen, Toben und Lernen zu haben“, unterstrich Angela Gampe, Leiterin der Kita Starennest. Auch Architekt Peter Zoll vom Stuttgarter Büro Zoll betonte, dass der neue Kindergarten „ganz toll“ werde. „Ihr kriegt zwei Geschosse, ganz viele Balkone und Terrassen, und ihr könnt zur Teck raufschauen“, wandte er sich direkt an die Kinder. Im Außenbereich stehe den Kleinen eine große Fläche zur Verfügung, auf der sie zum Beispiel klettern und schaukeln können, ergänzte Landschaftsarchitekt Harald Fischer vom Reichenbacher Büro Fischer und Partner. Außerdem sei ein Wasserspielplatz vorgesehen.
Architekt Zoll erinnerte noch an die Jahre 2001 und 2002, als die Pläne für das Gelände in den Unteren Wiesen entstanden seien. „Wir haben damals ein sehr stabiles, tragfähiges Gerüst gebaut. Der städtebauliche Ansatz ist richtig.“ Schon jetzt freue er sich auf die Einweihung des Neubaus, betonte der Architekt. Läuft alles nach Plan, können die Kinder und Kita-Mitarbeiter das Gebäude schon in einem Jahr mit Leben füllen.