Berufsausbildung 
Qualifizierte Fachkräfte sind gefragt

Ausbildung mit Zukunft

Bis zum Jahresende 2025 wurden in der baden-württembergischen Baubranche insgesamt 5.970 Nachwuchskräfte ausgebildet, was einem
Bis zum Jahresende 2025 wurden in der baden-württembergischen Baubranche insgesamt 5.970 Nachwuchskräfte ausgebildet, was einem Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Foto: Bauwirtschaft BW

pm. Der Baubedarf ist hoch – daher werden gut qualifizierte Fachkräfte in der Bauwirtschaft dringend gesucht. In über 20 Bauberufen bietet die Branche eine qualifizierte Ausbildung mit ausgezeichneten Aufstiegschancen.

Die Berufswelt Bau hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Durch technischen Fortschritt und Digitalisierung sind die Anforderungen an die Kenntnisse der Baufachleute erheblich gestiegen. Der Einsatz moderner Baumaschinen sowie digitaler Techniken wie zum Beispiel GPS-Vermessung, 3D-Maschinensteuerungssysteme oder Qualitätsüberwachung mit Drohnen erfordert aktuelles Fachwissen. Lebenslanges Lernen und kontinuierliche Weiterbildung sind angesichts des hohen Innovationstempos ein „Muss“ für alle am Bau Beschäftigten. Da heute in der Baupraxis mehr Wissen und weniger Muskelkraft gefragt ist, bieten die Bauberufe auch Frauen interessante Perspektiven.

Pluspunkte der Bauberufe

Zu den Pluspunkten der Bauberufe zählen die positiven Perspektiven der Branche: Durch den enormen Baubedarf, den es nicht nur im Wohnungsbau, bei der Gebäudesanierung oder im Verkehrswegebau gibt, haben die Bauunternehmen auch in den kommenden Jahren viel zu tun. Hinzu kommen die hervorragenden beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der jetzigen Mitarbeiter bestehen für engagierte Nachwuchskräfte in der Zukunft sehr gute Aufstiegschancen. Auch die Ausbildungsvergütungen in der Bauwirtschaft sind top. Sie liegen weit über dem Durchschnitt anderer Wirtschaftszweige: Von 1.122 Euro im ersten Lehrjahr steigen sie auf 1.610 Euro im dritten Jahr. Gute Verdienstmöglichkeiten bieten sich auch nach der Lehre. Ein Spezialfacharbeiter beispielsweise bekommt ab dem zweiten Berufsjahr ein tarifliches Monatseinkommen von über 4.500 Euro brutto.

Zu den weiteren Vorteilen einer Ausbildung am Bau gehört die sehr hohe Ausbildungsqualität. Neben der Lehre im Betrieb und dem theoretischen Unterricht in der Berufsschule bietet die Baubranche nämlich zusätzlich eine überbetriebliche Ausbildung, in der die Azubis praktische Fertigkeiten erlernen, die die eigene Firma meist nicht vermitteln kann. Dazu unterhält die Bauwirtschaft in ganz Deutschland ein Netz überbetrieblicher Bau-Ausbildungszentren. Finanziert wird diese Zusatzausbildung durch eine solidarische Ausbildungsumlage aller Bauunternehmen.

Vielversprechende Perspektiven

Voraussetzung für eine Karriere am Bau ist in der Regel der Hauptschulabschluss. Auch Absolventen von Realschulen und Gymnasien bieten die Bauberufe vielversprechende Perspektiven. Nach abgeschlossener Ausbildung eröffnen sich Gesellinnen und Gesellen zahlreiche Wege zum beruflichen Aufstieg. Sie können entweder zum Vorarbeiter und Werkpolier bis hin zum geprüften Polier aufsteigen oder gleich die Meisterprüfung anstreben. Der Meisterbrief ermöglicht die Gründung eines eigenen Betriebs und die Ausbildung von Lehrlingen. Abiturienten sowie Schulabgänger mit Fachhochschulreife haben die Möglichkeit, im Rahmen eines kooperativen Studiengangs parallel ein Bauingenieurstudium sowie eine gewerbliche Bauausbildung abzuschließen.

Steigende Zahl der Azubis

Dass die Ausbildung in der Bauwirtschaft für junge Menschen attraktiv ist, zeigt die steigende Zahl der Azubis. So wurden zum Jahresende 2025 in der baden-württembergischen Baubranche insgesamt 5.970 Nachwuchskräfte ausgebildet, was einem Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im vergangenen Jahr begannen 2.016 junge Menschen ihre Ausbildung im ersten Lehrjahr – ein Plus von 15,9 Prozent.

Weitere Infos zu den über 20 Bauberufen, zu den Karrierechancen und zum Bauingenieurstudium gibt es bei der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Tel. 0711 64853-0, www.bauwirtschaft-bw.de, oder unter www.bau-dein-ding.de.