Gesplittete Abwassergebühr ohne Befliegung
„Richtiges Modell“

In Owen ist die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr bereits über die Bühne gegangen: Der Gemeinderat hat einer umfangreichen Abwassersatzung zugestimmt, in der unter anderem die Gebühr pro Quadratmeter versiegelter Fläche auf 24 Cent pro Jahr festgesetzt ist.

Andreas Volz

Owen. Die Kosten, die auf Owener Grundstückseigentümer für jeden versiegelten Quadratmeter an Niederschlagswassergebühr zukommen, bezeichnete Bürgermeisterin Verena Grötzinger als verhältnismäßig gering. Im Gesamtergebnis wirke sich die neue Abwassergebühr auf viele Haushalte gar nicht aus, wie sie an konkreten Beispielen darlegte. Es geht meistens um ein paar Cent mehr oder weniger.

Gleichwohl kann die neue Gebührenverteilung, die gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist, auch größere Auswirkungen haben. Es könne durchaus auch Betriebe geben, in denen nur wenig Frischwasserverbrauch anfällt, die aber über große versiegelte Flächen verfügen. Aus weniger als 30 Euro an Abwassergebühr werden in solchen Fällen mehr als 300 Euro. Besonders extrem sei die prozentuale Steigerung bei der Kirche, wo aus 8,60 Euro plötzlich 145 Euro werden. Auch die Stadt selbst sei von extremen Gebührensteigerungen betroffen.

Dass die Stadt Owen auf eine Befliegung verzichtet hat, habe sich ausgezahlt, stellte Bürgermeisterin Grötzinger fest: „Wir haben uns fürs richtige Modell entschieden.“ Der Rücklauf der Fragebögen habe gezeigt, dass die Übereinstimmungen hoch waren. Trotzdem sei auch der „Beratungsaufwand“ ziemlich hoch gewesen. Aber dafür seien die neue Gebühren für

die Bürger „nachvollziehbar“.