Dettingen. „Manche von Ihnen wird es überraschen, dass der Hauptparkplatz der Schlossberghalle noch nie endgültig hergestellt wurde“, sagte Bürgermeister Rainer Haußmann im Gemeinderat. Beim Bau der Halle im Jahr 1991 habe man aus Kostengründen lediglich eine bituminöse Tragschicht auf den Parkplatz aufbringen lassen, ergänzte Siegbert Spies vom Dettinger Ingenieurbüro infra-teck. Die Asphaltdeckschicht sei zurückgestellt und immer wieder geschoben worden. „Der Parkplatz hat sich lange gut gehalten, aber jetzt bilden sich große Risse. Es ist dringend erforderlich, den Deckbelag aufzubringen“, gab Spies zu bedenken.
Er und die Gemeindeverwaltung schlugen außerdem vor, den Parkplatz bei dieser Gelegenheit noch etwas umzugestalten. So soll der Bereich für die Zweiradstellplätze entfallen, um zusätzlich fünf Parkplätze für Autos zu schaffen. „Die Zweiradstellplätze waren gut gemeint, werden aber nicht genutzt“, konstatierte der Bürgermeister. Darüber hinaus sollen die beiden Behindertenparkplätze nach Süden in den Einfahrtsbereich verlegt werden. Dadurch hätten Menschen mit Behinderung einen kürzeren Weg zur Schlossberghalle, ergänzte der Rathauschef.
Die Kosten für die Belagsarbeiten liegen laut Siegbert Spies bei voraussichtlich 65 000 Euro; hinzu kommen zwischen 3 000 und 4 000 Euro für die Umbaumaßnahmen. Beidem stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu.
Auch bei der Eisenbahnstraße sahen die Räte dringenden Handlungsbedarf. Da ein Vollausbau aus finanziellen Gründen in den nächsten Jahren nicht möglich sei, strebe man vorerst eine vorübergehende Lösung an, sagte Spies. So soll im nächsten Jahr der mit zahlreichen Flickstellen, Rissen, Schlaglöchern und freiliegendem Schotter stark beschädigte Bereich zwischen den Gebäuden 9 und 21 instand gesetzt werden. Kostenpunkt: 21 000 Euro. „Je nach Winter und Verkehrsbelastung hält die Asphaltdeckschicht dann zwischen zehn und 20 Jahre“, informierte Spies und ergänzte, dass in der Eisenbahnstraße nur wenige Autos unterwegs seien.
„Ich finde, das ist ein guter Vorschlag“, sagte Haußmann. Die Gemeinderäte konnten sich dieser Meinung nur anschließen.
Das Gros der Räte war außerdem der Ansicht, dass der östliche Gehweg in der Limburgstraße zwischen der Boßlerstraße und der K 1250 erneuert werden muss. „Die Steine bröseln auseinander“, beschrieb Spies den Gehweg, der in einen Betonpflaster- und einen Asphaltstreifen unterteilt ist. „Es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, hier noch was zu flicken.“
Die Kosten für die Instandsetzung betragen voraussichtlich 28 000 Euro. Bei der anschließenden Abstimmung sprachen sich 13 Gemeinderäte dafür aus; einzig Dr. Werner Hack (Freie Wählergemeinschaft) enthielt sich. Er hätte die Sanierung des Gehweges zu einem späteren Zeitpunkt aus Kostengründen für besser gehalten.