ACV. Mit dem Beginn der warmen Tage beginnt die Pollensaison, die für Autofahrer eine erhebliche Belastung darstellt. Blütenstaub lagert sich auf Scheiben und Lack ab, gelangt über die Kleidung in den Innenraum und mindert durch allergische Beschwerden die Konzentration. Der ACV Automobil-Club Verkehr eV zeigt auf, wie einfache Maßnahmen die Fahrsicherheit in dieser Zeit spürbar erhöhen.
Risiken durch Allergien und Medikamente
Allergiesymptome wie Niesattacken oder brennende Augen werden im Straßenverkehr oft unterschätzt. Da ein Fahrzeug bei Tempo 100 während einer Sekunde etwa 28 Meter zurücklegt, führt bereits ein kurzes Niesen zu einem gefährlichen Blindflug. Zudem weist der Club darauf hin, dass insbesondere ältere Antihistaminika die Reaktionsfähigkeit durch Müdigkeit einschränken können. Betroffene sollten daher ihre Fahrtüchtigkeit kritisch prüfen und auf modernere, besser verträgliche Präparate setzen.
Maßnahmen gegen die Pollenbelastung
Pollen gelangen nicht nur über die Lüftung, sondern auch durch Kleidung oder Haustiere in das Fahrzeug. Um die Belastung gering zu halten, sollte das Parken unter blühenden Bäumen vermieden und die Seitenfenster bei starkem Flug geschlossen gehalten werden. Im Innenraum hilft eine regelmäßige Reinigung: Das feuchte Abwischen der Armaturen sowie das Absaugen von Sitzen und Fußmatten verhindert, dass Partikel während der Fahrt immer wieder aufgewirbelt werden.
Sicht und Fahrzeugpflege
Blütenstaub bildet in Verbindung mit Feuchtigkeit einen schmierigen Film, der die Sicht bei Gegenlicht gefährlich einschränkt. Der ACV empfiehlt, das Scheibenwischwasser mit passenden Zusätzen zu füllen und auch die Innenseiten der Scheiben regelmäßig zu reinigen. Wichtig ist dabei, Pollen nie trocken wegzuwischen, da die feinen Partikel wie Schmirgelpapier wirken und Kratzer verursachen können. Vor Fahrtbeginn sollten grobe Ablagerungen daher mit Wasser gelöst werden. Auch eine regelmäßige Autowäsche und eine Lackversiegelung erleichtern die Pflege in dieser Zeit.
Technik und Wartung
Der Innenraumfilter ist die wichtigste Barriere gegen Schadstoffe. Ein jährlicher Wechsel vor der Saison stellt sicher, dass die Filterleistung hoch bleibt und Allergiker entlastet werden. Je nach Bedarf kommen dabei Partikel-, Aktivkohle- oder HEPA-Filter zum Einsatz. Darüber hinaus lässt sich die Klimaanlage optimieren: Die zeitweise Nutzung der Umluftfunktion reduziert den Polleneintrag, während das Abschalten der Kühlfunktion kurz vor Fahrtende den Verdampfer trocknen lässt. Dies beugt Feuchtigkeit und unangenehmer Geruchsbildung im System vor.

