ADAC. Angesichts von Glätte, heftigem Schneefall und eisigen Temperaturen von bis zu minus 15 Grad stehen Autofahrer möglicherweise auch in den kommenden Wochen vor großen Herausforderungen. Um sicher ans Ziel zu kommen, mahnt der ADAC zu einer gründlichen Vorbereitung und einer besonnenen Fahrweise. In extremen Wettersituationen sollte man sogar abwägen, ob eine Fahrt überhaupt notwendig ist oder besser verschoben werden kann.
Vorbereitung und Ausrüstung
Sicherheit beginnt bereits vor dem Start: Das Fahrzeug muss vollständig von Schnee und Eis befreit werden. Dies ist nicht nur für die eigene freie Sicht essenziell, sondern verhindert auch, dass herabfallende Schneereste andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Ein solider Schneebesen und ein Eiskratzer sind daher unverzichtbare Begleiter. Ebenso wichtig ist die richtige Bereifung. Vorgeschrieben sind Winter- oder geeignete Ganzjahresreifen, wobei der ADAC eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern empfiehlt. Wer die situative Winterreifenpflicht ignoriert, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern riskiert zudem empfindliche Bußgelder.
Richtiges Verhalten im Straßenverkehr
Unterwegs gilt das oberste Gebot: Die Fahrweise muss zwingend den aktuellen Wetterverhältnissen angepasst werden. Besonders bei Schnee und Eis sollte nur so schnell gefahren werden, dass das Fahrzeug jederzeit sicher beherrscht werden kann. Ein großzügiger Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ist dabei unerlässlich. Gemäß der Straßenverkehrsordnung muss die Geschwindigkeit stets korrigiert werden – bei Sichtweiten unter 50 Metern, etwa durch starken Schneefall, ist die Höchstgeschwindigkeit strikt auf 50 km/h begrenzt.
Um die Kontrolle auf glatten Straßen zu behalten, empfiehlt es sich, niedertourig zu fahren und Lenk- sowie Bremsmanöver besonders sanft auszuführen. Eine kurze Bremsprobe auf einer freien Strecke kann zudem dabei helfen, ein Gefühl für den deutlich verlängerten Bremsweg auf winterlichem Untergrund zu bekommen.
Verhalten bei Extremlagen
Bei drohenden Blizzards, Eisregen oder Blitzeis rät der ADAC dazu, das Auto konsequent stehen zu lassen. Solche Fahrten sollten erst dann angetreten werden, wenn der Winterdienst die Straßen geräumt oder gestreut hat.
Dass der Wintereinbruch bereits Spuren hinterlässt, zeigt die Statistik der ADAC Pannenhilfe: In der ersten Januarwoche 2026 absolvierten die „Gelben Engel“ bereits über 96.000 Einsätze – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Allein am Montag, dem 5. Januar, mussten die Helfer über 20.000 Mal ausrücken. Für schnelle Hilfe ist der ADAC rund um die Uhr telefonisch unter 089/20204000 oder digital via App und Web-App erreichbar.
