Notzinger Gemeinderat vertagte Entscheidung über Plangebiet
Sinnhaftigkeit erschloss sich nicht

Vertagt in die Januar-Sitzung ist die Auftragsvergabe für die Firma Geoteck, die für den Bereich südlich der Ötlinger Straße in Notzingen ein städtebauliches Konzept erarbeiten will.

Notzingen. Die Begeisterung, für den Bereich südlich der Ötlinger Straße ein städtebauliches Konzept erstellen zu wollen und dafür dem Planungsbüro ein Honorar von rund 24 500 Euro zu zahlen, hielt sich im Notzinger Gemeinderat sichtlich in Grenzen. „Was, wenn die Stadt Kirchheim als Genehmigungsbehörde das Konzept nicht billigt?“, fragte Herbert Hiller und lieferte die Antwort gleich hinterher: „Dann haben wir das Geld umsonst ausgegeben.“ Deshalb müsse der Vorgang vorher abgeklärt werden – zumal Notzingen ohnehin etwa 7 500 Euro an Kirchheim für das Genehmigungsverfahren zu zahlen habe. Aus den 1990er-Jahren liege zudem ein Bebauungsplan für diesen Bereich vor, weshalb Kirchheim seiner Ansicht nach sowieso nicht viel machen müsse. „Ich weiß nicht, warum wir überhaupt ein städtebauliches Konzept brauchen – außer es verbirgt sich mehr dahinter“, so Herbert Hiller.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Wiesen, die in der Untersuchung zur Innenentwicklung der Gemeinde als Arrondierungsfläche beurteilt wurden, in die Umlegung zu bringen – mit der Firma Geoteck als Erschließungsträger. Dabei handelt es sich um eine Fläche von rund 3 700 Quadratmeter im südlichen Bereich hinter der Ötlinger Straße, mit einer Verlängerung der Keplerstraße und einer Bebauung südlich der verlängerten Keplerstraße. „Ich erachte es als sinnvoll, nicht nur für den Bereich der Arrondierungsfläche einen Bebauungsplan aufzustellen, sondern den ganzen Bereich östlich des Gewerbegebiets und südlich der Ötlinger Straße bis vor zur Hochdorfer Straße beziehungsweise Kirchheimer Straße städtebaulich zu untersuchen“, warb Bürgermeister Sven Haumacher für das Projekt. Da die Grundstücke allesamt im Flächennutzungsplan aufgeführt seien, könnten sie in anderen Gebieten nicht abgezogen werden, beruhigte er Hans Prell, der genau dieses befürchtet hatte.

Schließlich einigte sich das Gremium darauf, die ganze Sache in die Januar-Sitzung zu vertagen, um dann mehr Informationen auf dem Tisch zu haben.