Die Gemeinde Schlierbach ist in wenigen Monaten schuldenfrei
Solide Finanzen machen Investitionen möglich

Traditionell frühzeitig startet die Gemeinde Schlierbach mit der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs 2014 in die Etatberatungen. Auch im kommenden Jahr möchte die Gemeinde weiter in den Bestandserhalt investieren.

Schlierbach. Die gute Nachricht schickte Bürgermeister Paul Schmid bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs gleich vorneweg: „Wir werden im kommenden Jahr schuldenfrei sein.“ Tatsächlich, so die Planung, wird die Gemeinde am 31.  März ihre letzten Verbindlichkeiten ablösen. Auch der Dreh an der Steuerschraube entfällt: Die Hebesätze für Grundsteuern und Gewerbesteuer sollen unverändert bleiben.

Dieses Kunststück gelingt, obwohl die Gemeinde alleine 2,26 Millionen Euro in die Kreisumlage und weitere 1,6 Millionen in die FAG-Umlage wird abführen müssen. Auch die Personalkosten sind auf über 2 Millionen angestiegen, wobei knapp eine Million hiervon auf den in Schlierbach stark ausgebauten Betreuungsbereich mit Krippe, Kindergärten und Betreuungsangeboten an der Schule entfallen. Im Gegenzug kalkuliert Kämmerer Steffen Mayer im kommenden Jahr mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 2,4 Millionen Euro und einem Anteil an der Einkommensteuer von 1,93 Millionen Euro.

Die Gemeinde plant auch im kommenden Jahr in den Bestandserhalt der Gemeindeinfrastruktur zu investieren. Größter Einzelposten ist die Sanierung der Dorfwiesenhalle: Hier sind im Haushaltsplan 800 000 Euro eingestellt. Für den ersten Abschnitt der Renaturierung des Schlierbacher Sees sind 250 000 Euro vorgesehen, die Restfinanzierung für die Sanierung des gemeindeeigenen Gebäudes Hauptstraße 1 wird mit 200 000 Euro veranschlagt und auch für die weiteren Arbeiten am Rathaus sind nochmals knapp 170 000 Euro vorgesehen. Der Unterhalt der Gemeindestraßen und weitere Instandhaltungsarbeiten am Kanalnetz sind mit jeweils rund 80 000 Euro im Haushaltsplan verankert.

Insgesamt sieht das umfangreiche Zahlenwerk ein Gesamthaushaltsvolumen von 13,55 Millionen Euro vor, wovon 10,7 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 2,8 Millionen auf den Vermögenshaushalt entfallen. Einziger Schönheitsfehler: Durch die umfangreichen Investitionen und die Umlagelasten steht unterm Strich eine negative Nettoinvestitionsrate in Höhe von 840 000 Euro, die nur durch eine Rücklagenentnahme aus dem Sparsäckel der Gemeinde ausgeglichen werden kann. So wird die allgemeine Rücklage der Gemeinde bis zum Jahresende 2014 auf 1,46 Millionen Euro schrumpfen.

Dennoch schauen Bürgermeister Schmid und Kämmerer Steffen Mayer nicht bange in die Zukunft. „Wir können in den nächsten Jahren von einer zufriedenstellenden Entwicklung ausgehen“, meinte Schmid. Und Kämmerer Mayer stellte fest: „Das Jahr 2014 steht finanziell auf einer soliden Basis.“ In den kommenden Jahren müsse sich die Gemeinde aber wieder darauf besinnen, ihre Rücklagen aufzufüllen.