Die Kirschensaison hat in diesem Jahr früher als sonst begonnen
Sonne und reife Früchtchen

Die Kirschensaison im Alb-Vorland ist eröffnet. Bereits vier Wochen früher als im vergangenen Jahr sind die Kirschen dieses Jahr reif.

Weilheim. Kirschenverkaufsstände reihen sich an den Straßen aneinander. Kirschen aus dem eigenen Anbau können wieder gepflückt werden. Die viele Sonne der vergangenen Monate bewirkte ein schnelleres Reifen der Früchte. Die Sonne des Frühsommers hatte außer der frühen Ernte einen weiteren Vorteil für die Kirschen. Der Geschmack der großen, dunkelroten Kirschen ist intensiver und besser, bestätigen die Verkäufer.

In der Ausbeute zeigt sich jedoch kaum ein Unterschied zum vorigen Jahr, wissen Familie Sigel und Oma Scheuffele aus Hepsisau. Der starke Regen, auf den die Landwirte gewartet hatten, zerstörte Mitte Juni einen Großteil der Ernte.

Viele Kirschen sind aufgrund des Regens gefault oder aufgeplatzt. „Da hilft nur noch Auslese. Viele mussten wir aussortieren“, erzählt Familie Sigel an ihrem Verkaufsstand an der Hauptstraße in Hepsisau. Die Kirschenverkäufer hätten einen früheren Regen bevorzugt oder auf die kräftigen Niederschläge der vergangen Woche gerne verzichtet.

Die Kirschen, die Familie Sigel verkauft, stammen alle von eigenen Kirschbaumwiesen. Sogar die Kinder Nadine und Selina und die Oma helfen, das Obst von den Bäumen zu pflücken und am Stand zu verkaufen.

Je nach Kirschenernte, Wetter und der eigenen Zeit stehen die Verkäufer fast einen ganzen Tag an ihrem Stand und verkaufen das Steinobst.

In Neidlingen, das für den Kirschenanbau bekannt ist, gibt es vor allem Selbstbedienungsstände. Am Abend kommen auch hier die Verkäufer zu den Ständen und verhandeln mit den Kunden um die Preise. Doch auch in Neidlingen verzeichnen die Verkäufer große Einbußen bei der Kirschenernte durch die heftigen Niederschläge.

Während Neidlingen auf den ersten großen Ansturm auf die Kirschen wartet, lässt der erste Andrang in Hepsisau allmählich nach. „Jetzt sind die Kirschen in den Gärten reif, da kommen nicht mehr so viele zu uns“, sagt Oma Scheuffele. Wenn gegen Ende der Saison die Kirschen knapp werden, bekommen die Stammkunden als erstes die Ware geliefert. „Wir haben Kunden von der Alb und aus Augsburg“, erzählt die Verkäuferin.

Doch noch hat die Kirschensaison erst begonnen und es sind reichlich Kirschen vorhanden. Solange noch reife Kirschen an den Bäumen hängen und Kundschaft am Straßenrand hält, so lange werden die Verkäufer weiterhin Kirschen anbieten.