Der VdK-Ortsverband Holzmaden zieht bei Hauptversammlung Bilanz – Mitgliederzuwachs in 2012 – Ehrungen
Soziale Gerechtigkeit hat höchste Priorität

Für den Sozialverband VdK hat soziale Gerechtigkeit höchste Priorität. Dies hat der VdK-Kreisverbandsvorsitzende Klaus Maschek bei der Hauptversammlung des VdK-Ortsverbands Holzmaden versichert.

Holzmaden. Das Jahr 2012 habe für den Ortsverband einen guten Verlauf genommen, sagte Ortsverbandsvorsitzender Hans Beißer in seinem Bericht nach der Begrüßung. Der Mitgliederstand sei zufriedenstellend. Es konnte ein Zuwachs von vier Mitgliedern verzeichnet werden.

An geselligen Veranstaltungen habe es auch nicht gefehlt. So waren der „Sommerkaffee“, sowie der „Advents – Karz“ zwei gelungene Veranstaltungen. Ein kleiner Höhepunkt im Berichtsjahr war die Ehrung von Nikolaus Wahl mit dem goldenen Ehrenzeichen des Sozialverbands VdK-Deutschland für seine 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Ortsverband Holzmaden.

Im Berichtsjahr besuchte der Ortsverband auch Veranstaltungen des VdK-Kreisverbands, unter anderem eine VdK-Fachkonferenz zu Themen der Sozialpolitik in Bempflingen, die Kreisfrauenkonferenz in Nabern, die Kreisverbandskonferenz in Kirchheim und eine Infoveranstaltung mit dem stellvertretenden Landrat Matthias Berg zum Thema „Leben mit Behinderung“. Außerdem wies Hans Beißer darauf hin, dass der Sozialverband VdK Deutschland nunmehr einen Mitgliederstand von über 1,6 Mio. Mitgliedern aufweise. Davon zählen zum Landesverband Baden-Württemberg über 220 000 Mitglieder.

Da Hans Beißer in Personalunion auch das Amt des Schriftführers ausübt, war dessen Jahresbericht auch zugleich Bericht des Schriftführers.

Der Bericht der Kassiererin Christine Beißer, die zugleich als Beisitzerin im VdK-Kreisverbandsvorstand fungiert, wies einen fundierten Kassenstand aus. Die Ordnungsmäßigkeit der Kassen- und Buchführung wurde von Kassenprüfer Reinhold Staib, der zusammen mit Inge Schwarz die Kassenprüfung vorgenommen hatte, bestätigt. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Bei den anschließenden Wahlen wurde der Vorstand einstimmig bestätigt. Neu in die Reihe der Beisitzer gewählt wurde Karl Wehrle.

Auch Ehrungen waren zu verzeichnen. So erhielt Inge Schwarz das silberne Treueabzeichen für zehnjährige Mitgliedschaft. Nikolaus Wahl erhielt für 65 Jahre Mitgliedschaft im Sozialverband VdK eine Ehrenurkunde des Landesverbands überreicht.

Zum Schluss der Veranstaltung sprach der Kreisverbandsvorsitzende Klaus Maschek einige Themen der Sozialpolitik an. Insbesondere wies er auf einige Änderungen bei der Pflegeversicherung ab Januar 2013 hin. Das mit diesem Zeitpunkt in Kraft getretene Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz verbessere die Leistungen für altersverwirrte, demenzkranke, geistig behinderte oder psychisch kranke Menschen. So werde das Pflegegeld und die Pflegesachleistung in den Pflegestufen 0 bis II erhöht. Auch sei die Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistung möglich. So könne, ausgehend von 100 Prozent Pflegeleistung, das Verhältnis von Pflegegeld und -sachleistung unterschiedlich gestaltet werden. Dieses Verhältnis könne die pflegebedürftige Person selbst, in der Regel zusammen mit dem ambulanten Pflegedienst, festlegen. Dies gelte für sechs Monate. Waren die Pflegesachleistungen bisher auf die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung beschränkt, so seien ab 2013 auch die „häuslichen Betreuungsleistungen“ wie Hilfen bei der Alltagsgestaltung, zum Beispiel Begleitung bei Arztbesuchen und Einkäufen, mit beinhaltet. Auch für pflegende Angehörige gäbe es Entlastung, etwa Verbesserungen im Rentenrecht. So gelte un­ter bestimmten Voraussetzungen die Zeit der ehrenamtlichen Pflege als Rentenanwartschaftszeit und die Pflegeperson sei unfallversichert. Zu kritisieren sei allerdings sehr, dass der Pflegebedürftigkeitsbegriff noch nicht geändert worden sei. Auch müsse die Pflegeversicherung auf ei­ne finanzielle Stabilisierung weiter warten. So stehe man nach Ansicht des Sozialverbands VdK nach der Pflegereform vom 1. Januar 2013 wieder vor einer Pflegereform ab dem Jahre 2014.

Für den Sozialverband VdK sei es höchste Priorität immer wieder soziale Gerechtigkeit einzufordern. Es könne nicht sein, dass immer höhere Anteile sozialer Lasten auf die Schultern sozial schwacher Menschen verteilt werden – und für diese Menschen setze sich der VdK auch weiterhin vehement ein.pm