Kirchheim. Nun ist es offiziell. Kirchheim hat einen neuen Jugendrat. Die 16 jungen Leute, die am Donnerstag im Kirchheimer Rathaus in ihr neues Amt eingeführt wurden, können es nicht erwarten, ihre Ideen und Projekte umzusetzen. Der alte Jugendrat nahm dagegen den Hut. „Mein großer Dank geht an den alten Jugendrat, der mit sehr viel Elan an die Aufgaben herangetreten ist und viele Projekte erfolgreich umgesetzt hat“, resümierte Matt-Heidecker die zweijährige Amtszeit. Der bisherige Jugendrat hat unter anderem das Volleyballturnier und den Skatecontest fortgeführt sowie die Aktionen „Respect“ und „Weihnachten im Schuhkarton“ ins Leben gerufen. Auch den Stadtjugendplan haben die Vorgänger angestoßen und bis auf die Verteilung der Pläne komplett abgeschlossen. Die Oberbürgermeisterin überreichte den Jugendlichen zum Dank die Rathaus-Medaille der Stadt.
Zuvor informierte Angelika Matt-Heidecker die jungen Leute über ihre Rechte und Pflichten als Jugendräte. „Das Interesse der Allgemeinheit steht immer im Vordergrund und nicht die Interessen einzelner Gruppen oder Personen. Zudem hat man eine Verschwiegenheitspflicht, die es stets gilt zu berücksichtigen“, erklärte die Oberbürgermeisterin.
Im Januar wurden die 16 neuen Jugendräte gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei starken 59 Prozent. „Wir freuen uns, dass so viele gewählt haben. Das bestärkt uns nur darin, dass die Arbeit des Jugendrats eine wirklich wichtige Angelegenheit ist“, so der Tenor des Jugendrats. Als erstes wollen die Jugendlichen eine Umfrage starten, um herauszufinden, was die Kirchheimer Jugend überhaupt von ihnen erwartet. Über neue Medien wie Facebook, über einen Ausschneidebogen in der Jugendzeitung Yaez und über Stellwände in den Schulen wollen sie darauf aufmerksam machen. Außerdem will der neue Jugendrat eine legale Fläche für Graffiti-Kunst finden, um so Konflikte und illegales Sprayen zu vermeiden. „Es müssen junge Künstler aus der Region gefördert werden“, so ein Jugendratsmitglied.
Auch das Thema Treffpunkte für Jugendliche soll angegangen werden. Die gute Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus Linde soll beibehalten werden. Der Skatecontest sowie das Volleyballturnier werden fortgesetzt. Präventionsprojekte wie „Respect“ sind ebenfalls Bestandteil der neuen Agenda. Schwerpunkt soll das Thema Alkohol sein. Auch ein „Dirtpark für Biker“ ist schon seit Langem im Gespräch und es wird bereits überlegt, wo diese Fahrradsportanlage entstehen könnte. In Kooperation mit dem Integrationsausschuss soll es einen Kulturtag „check your culture“ geben.
