Kirchheim

„123,0“ oder „So schön ist Shoppen“

Einzelhandel Die IHK Region Stuttgart legt aktuelle Zahlen vor, die Kirchheims Vormachtstellung als die attraktivste Einkaufsstadt im Landkreis Esslingen eindrucksvoll untermauern. Von Andreas Volz

Einkaufen ist in Kirchheim so attraktiv wie in keiner anderen Stadt im Landkreis Esslingen: Das zeigt nicht nur das Bild oben, d
Einkaufen ist in Kirchheim so attraktiv wie in keiner anderen Stadt im Landkreis Esslingen: Das zeigt nicht nur das Bild oben, das belegen auch die neuesten Kennziffern der IHK Region Stuttgart über den Einzelhandel im Jahr 2018.Foto: Jean-Luc Jacques

Vertrauen ist gut, zusätzliche Kontrolle schadet aber auch nichts. Wenn beides deckungsgleich ist - umso besser. Das alles gilt voll und ganz für den Einzelhandel in der Stadt Kirchheim. Wer die vielen unterschiedlichen Läden sieht, dazu die proppenvolle Innenstadt - mit den vielen Kunden, die in den vielen Läden einkaufen -, bekommt Vertrauen in die Anziehungskraft Kirchheims. Aber wie lässt sich dieses subjektive Vertrauen durch objektive Kontrollen rechtfertigen? Durch Zahlen, die Vergleiche zulassen.

Genau solche Zahlen legt die IHK regelmäßig vor - unter anderem für die gesamte Region Stuttgart. Und siehe da: Kirchheim schlägt sich beachtlich. Innerhalb des Landkreises Esslingen belegt die Teckstadt einen einsamen Spitzenplatz. Die Zentralitätskennziffer, die sich aus Kaufkraft und Umsatz errechnet, liegt 2018 bei 123,0. Alles, was über 100 liegt, spricht für einen leistungsstarken Einzelhandel. Außer Kirchheim liegt nur noch Esslingen mit 102,4 über der magischen Grenze. Auf dem dritten Platz im Kreis folgt Nürtingen - mit 97,3 allerdings schon im zweistelligen Bereich.

Hinzu kommt die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Da fällt auf, dass Kirchheim um 1,3 zugelegt hat. Nürtingen dagegen hat sich um 1,6 verschlechtert, Esslingen sogar um 3,6. Was lässt sich aus diesen Zahlen folgern? Kirchheim ist die mit Abstand attraktivste Einkaufsstadt im gesamten Landkreis. Und nicht nur das: Kirchheim überflügelt auf dieser Skala sogar die Landeshauptstadt. Stuttgarts Zentralitätskennziffer liegt 2018 nämlich bei 122,0.

Gut, innerhalb der Region Stuttgart gibt es noch Luft nach oben: Fellbach, Böblingen und Geislingen weisen höhere Werte auf als Kirchheim. Gänzlich unerreichbar schweben Göppingen, Ludwigsburg, Backnang und Sindelfingen in schwindelnden Höhen - mit Werten um die 160 oder gar 170. Dort aber gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die Umsätze werden vielfach von einzelnen Ausreißern erwirtschaftet - von einigen wenigen Giganten auf der grünen Wiese. In Kirchheim dagegen spielt sich der Handel weitgehend in einer funktionierenden Innenstadt ab.

Außer abstrakten Quotienten geben auch konkrete Zahlen Auskunft über die Kaufkraft, die Kirchheim anzieht: Während jedem einzelnen Kirchheimer im Schnitt pro Kopf und Jahr 7 581 Euro für Konsumausgaben zur Verfügung stehen, beträgt der Umsatz in Kirchheim 2018 pro Kopf 8 238 Euro. Die Umsatzkennziffer für Kirchheim liegt denn auch bei 134,6 - was die Attraktivität der Einkaufstadt Kirchheim im Umland noch ein-

mal deutlich hervor-

hebt. Interessant ist auch der Vergleich der Zahlen mit dem Kreis, der gesamten Region sowie mit Baden-Württemberg und Deutschland: Die Kaufkraft unterscheidet sich da zunächst kaum. Sie liegt im Kreis bei 7 605 und in der Region bei 7 569 Euro. In Baden-Württemberg sind es dann nur noch 7 240 Euro und in ganz Deutschland 6 924 Euro.

Umgekehrte Reihenfolgen weist dagegen der Pro-Kopf-Umsatz auf: Er liegt im Kreis bei 5 235 Euro, in der Region bei 6 281 Euro, im Land bei 6 176 Euro und in Deutschland bei 6 118 Euro. Auch daran zeigt sich die überdurchschnittliche Attraktivität des Einzelhandelsstandorts Kirchheim.

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