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20 000 Euro Schaden durch Trojaner-Angriff

Esslingen. Eine Esslinger Arztpraxis fiel vor kurzem einem Hackerangriff zum Opfer, bei einen Vielzahl von Dateien unbrauchbar gemacht wurden. Durch Datenverlust enstand ein Schaden in Höhe von rund 20 000 Euro.

Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt in diesem Zusammenhang vor erpresserischem Verschlüsselungstrojanern, die den Zugriff auf den Rechner versperren und vom Nutzer ein Lösegeld fordern, das meist über ein anonymisiertes Bezahlverfahren UKash oder Paysafecard zu bezahlen ist. In den vergangenen Tagen gingen mehrere Anzeigen und Meldungen von Bürgern und Firmen bei der Polizei ein. Durch solche Hackerangriffe wurden einzelne Dateien auf deren Computern mit wirren Zeichen verschlüsselt.

Im Fall der Esslinger Arztpraxis hatte ein Unbekannter auf dem Server der Praxis einen Windows-Verschlüsselungstrojaner unbemerkt installiert. Beim Öffnen von Word- und Exceldateien wurden diese mit Zeichen verschlüsselt. Bei der Sichtung einzelner Dateiordner wurde eine Datei gefunden, die ein Erpresserschreiben mit Links zu entsprechenden Forderungen enthielt. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, so würden die komplette EDV-Struktur und auch die Daten der Praxis zerstört, so der Inhalt des Schreibens.

Im vorliegenden Fall wurde der Link nicht geöffnet und auch nichts bezahlt. Trotzdem entstand beim Cyberangriff durch Datenverlust ein Schaden von rund 20000 Euro. Denn am Netzwerk der Praxis und verschiedener Zweigstellen hingen rund 70 Computer, die allesamt infiziert und lahmgelegt waren. IT-Spezialisten konnten die Dateien teilweise erst mit großem Aufwand wiederherstellen. Zwei Serverfestplatten waren durch das Schadprogramm komplett zerstört worden. lp

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