Infoartikel

2017 als Geopoint ausgewiesen

Mit Schildern appelliert die Gemeinde Lenningen nun an die Vernunft der Besucher. Foto: Markus Brändli
Mit Schildern appelliert die Gemeinde Lenningen nun an die Vernunft der Besucher. Foto: Markus Brändli

Im April 2017 hat der Verein Unesco Global Geopark Schwäbische Alb die Sinterterrassen an der Weißen Lauter vor Gutenberg als einen der ersten Geopoints im Landkreis Esslingen ausgezeichnet. Weitere Geopoints im Kreis sind unter anderem das Urweltmuseum Hauff in Holzmaden, die Neidlinger Kugelmühle und die Gutenberger Höhlen. Insgesamt hat der Geopark Schwäbische Alb derzeit 32 Geopoints, davon liegen neun, und damit die meisten von allen zehn Landkreisen, im Kreis Esslingen.

Tafeln an den Geopoints informieren die Besucher über die jeweiligen Besonderheiten der Geotope. In den Geoinfostellen gibt es Weiterführendes zum Geopark. Sie sind im Landkreis Esslingen im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb, im Freilichtmuseum Beuren und in der Therme in Beuren angesiedelt.

Die Sinterterrassen und -becken bilden sich an Gefällestufen wie an der Weißen Lauter in Gutenberg. Diese seltenen Formen entstehen, wenn an Hindernissen und Unebenheiten im Flussbett Wasser verwirbelt wird und aufspritzt. Aus dem aufschäumenden Wasser entweicht CO2, gelöster Kalk wird abgeschieden. Er lagert sich an den Kalksinterstufen ab. Dadurch wachsen sie immer weiter. Früher war Kalktuff in der Gegend ein beliebter Baustein. In feuchtem Zustand ist er leicht zu bearbeiten, härtet aber dann zu einem robusten, sehr haltbaren Gestein aus.ank

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