Infoartikel

28 Mitarbeiter auf dem Firmengrundstück

Ein großes Dankeschön schickt der Geschäftsführer von Silphie-Paper, Stefan Radlmayr, an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Die Firma hatte der einstige Chef der Papierfabrik Scheufelen im vergangenen Jahr gegründet. „Wir nutzen mit 28 Leuten ein Drittel des Betriebsgeländes, auf dem früher 370 Leute gearbeitet haben“, sagt er. „Das ist natürlich ein Problem.“ Insgesamt umfasst das Areal der einstigen Papierfabrik 200 000 Quadratmeter. Dass sich der Unfall ausgerechnet am Ostersonntag ereignet habe, sei für die Feuerwehr natürlich nicht schön. Teuer wird der Einsatz für den Verursacher allemal: Allein für die Arbeitsstunden werden über 26 000 Euro fällig.

Der Bereitschaftsdienst von Silphie-Paper hat gemäß Stefan Radlmayr neben der Feuerwehr seinen Teil dazu beigetragen, dass nicht noch mehr Diesel ausgelaufen ist. Die Mitarbeiter machen täglich Rundgänge übers Gelände, so der Firmenchef. Als bemerkt wurde, dass die Pumpe anlief, sei sie sofort ausgeschalten worden. „Dass über die Entlüftung Diesel austritt, konnte aber keiner ahnen“, gibt der Unternehmer zu bedenken. „Es war zum Glück kein Gau - also kein Unfall in größerem Umfang.“

Als nicht ganz einfach bezeichnet Stefan Radlmayr die Gemengelage auf dem Industriegelände. Neben Silphie-Paper gibt es die Scheufelen Grundstücksgesellschaft. Zudem laufe derzeit der Abbau alter Industrieanlagen. „Wenn meine Leute nicht vor Ort wären, gäbe es dort niemanden mehr“, betont der Geschäftsführer.

Vor Ort waren gestern Vertreter des Wasserwirtschaftsamts und des Regierungspräsidiums, um sich den Schaden anzusehen. ank

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