Kirchheim

Aktuell gibt es keinen Unfallschwerpunkt in Kirchheim

Verkehr Polizei spricht von hoher Sicherheit, will aber stärker gegen Handynutzer und Drogenkonsumenten vorgehen.

Dieses Unfallbild stammt vom September 2019. Trotzdem gibt es in Kirchheim derzeit keinen Unfallschwerpunkt. Archiv-Foto: SDMG/W
Dieses Unfallbild stammt vom September 2019. Trotzdem gibt es in Kirchheim derzeit keinen Unfallschwerpunkt. Archiv-Foto: SDMG/Woelfl

Kirchheim. Was für die Kriminalität gilt, sieht bei der Verkehrssicherheit im Corona-Jahr 2020 ganz ähnlich aus: Auch hier liegen noch keine belastbaren Zahlen vor, und auch hier gibt es einen pandemie-bedingten Rückgang der Fallzahlen: „Wenn weniger Leute unterwegs sind, gibt es auch weniger Unfälle“, sagt der Erste Polizeihauptkommissar Daniel Straub. Und noch etwas kommt hinzu: „Auch in diesem Fall ist Kirchheim eine sehr sichere Stadt. Es gab 27 Verkehrstote im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen, darunter neun im Landkreis Esslingen, aber keinen hier in Kirchheim.“ Ebenfalls erfreulich: „Es gibt aktuell keinen Unfallschwerpunkt in Kirchheim.“

Landesweit nehmen allerdings die schweren Fahrradunfälle zu, weil es immer mehr E-Bikes gibt und weil dadurch die Geschwindigkeiten der Radler steigen. Bei einer anderen Geschwindigkeit sieht Daniel Straub allerdings keinen Handlungsbedarf: „Aus polizeilicher Sicht brauchen wir in Kirchheim keine weiteren 30er-Zonen für die Verkehrssicherheit. Wenn etwas für Tempo 30 spräche, wäre es der Lärmschutz, aber dafür sind wir nicht zuständig.“

Was in Kirchheim zugenommen hat, sind die Fahrten unter Drogeneinfluss - zumindest die Fahrten, die der Polizei bekannt sind. Das hat wieder einmal mit der verstärkten Kontrolle zu tun: „Da zeigt sich dann, dass wir in Kirchheim - trotz großer Sicherheit - eben doch nicht auf einer Insel der Seligen leben.“

Revierleiter Jürgen Ringhofer verweist in diesem Zusammenhang auf Fahrten, die sowohl unter Alkohol- als auch unter Drogeneinfluss stattfinden: „Da nimmt die Statis­tik auch deshalb zu, weil unsere Leute immer besser geschult sind, diesen Mischkonsum zu erkennen.“ Gurtmuffel und Handynutzer am Steuer will er ebenfalls stärker kontrollieren, denn: „Die Ablenkung durchs Handy entspricht in etwa dem Grad der Ablenkung durch ein Promille Alkohol.“ Andreas Volz

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