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Auf dem Weg zur hochtechnologisierten Bibliothek

Gut aufgestellt ist die Weilheimer Stadtbücherei im elektronischen Bereich schon jetzt. „Sie ist der Digitalisierungs-Leuchtturm der Stadt Weilheim“, sagt Bürgermeister Johannes Züfle. Nutzern stehen etwa die „24/7 Online-Bibliothek“, die im Verbund mit 35 anderen Büchereien im Raum Esslingen und Göppingen sowie das Bibliotheksportal „Open“ zur Verfügung. Doch geplant ist mehr.

RFID heißt das Schlagwort für die Zukunft. „Die Radiofrequenztechnologie ist die technische Grundlage für künftige kundenfreundliche Benutzerkonzepte“, erläutert die Leiterin der Weilheimer Stadtbücherei, Ellen-Keller-Bitzer. Dabei wird jedes Medium mit einem Transponder versehen. Benutzer können Bücher oder CDs dann einfach selbst scannen. Ein solches Ausleih-System gibt es beispielsweise schon in Kirchheim.

Weitere Pläne hat das Weilheimer Bücherei-Team schon im Kopf: „Wir hätten gerne eine Außenrückgabe, bei der die Medien 24 Stunden zurückgegeben werden können und gleich auch verbucht werden“, sagt Ellen Keller-Bitzer. Langfristig könnte sie sich sogar eine „Open Library“ vorstellen, bei der Leser auch außerhalb der Öffnungszeiten in die Bücherei gelangen und Medien ausleihen können. Das Konzept war bisher vor allem in Schweden und Dänemark verbreitet. Auch in Hamburg gibt es eine solche Bibliothek.

Bewerben könnte sich Weilheim nun im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie für ein weiteres Projekt, bei dem es Fördermittel vom Land gibt. „Zwei Ideen dafür stehen zur Auswahl“, sagt Johannes Züfle. Zum einen wäre das eine Augmented-Reality-Stadtführung durch Weilheim, zum anderen die technologische Umstellung der Bücherei. Welches Projekt ins Rennen geht, bestimmt der Weilheimer Gemeinderat. Ob es förderwürdig ist, wird dann auf Landesebene entschieden. bil

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