Kirchheim

Berufsinfomesse verhilft zum Durchblick im Ausbildungs-Dschungel

Zähne putzen will gelernt sein. Foto: Carsten Riedl
Zähne putzen will gelernt sein. Foto: Carsten Riedl

Kleider machen Leute - das wird auch bei der Berufsinfomesse in der Kirchheimer Stadthalle deutlich. Der Schaffner ist an seiner Uniform sofort zuerkennen, ebenso der Zimmermann in seiner traditionellen Kluft. „Es ist schön zu sehen, wie stolz die Auszubildenden ihren Beruf und Arbeitgeber repräsentieren und sich schon im ersten Lehrjahr mit ihrer Firma identifizieren“, freut sich Wolfgang Schinko, Leiter des KiZ (Kommunikationszentrum für interkulturelle Zusammenarbeit). Gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Linde, dem Brückenhaus und der Stiftung Tragwerk hat er die 24. Infomesse für Schüler organisiert. 70 Firmen präsentieren 75 verschiedene Berufsbilder. Sämtliche Handwerkssparten sind vertreten, egal, ob Maurer, Glaser oder Klempner. Banken, Polizei sowie Stadt- und Kreisverwaltung werben um künftige Mitarbeiter, ebenso Krankenkassen und Altenhilfeeinrichtungen. Die Jugendlichen können sich informieren, was eine Tiermedizinische oder Zahnmedizinische Fachangestellte macht, ein Straßenwärter oder ein Bauzeichner. Auch private und staatliche Berufsschulen sind mit von der Partie. Auf Augenhöhe können sich die Schüler der Klassen acht bis elf von fast Gleichaltrigen Berufe beschreiben lassen. Eine davon ist Niratcha Akkhasri, einst Schülerin an der Kirchheimer Alleenschule. Mittlerweile ist sie im dritten Lehrjahr als Industriemechanikerin bei der Firma „CeramTec“ in Plochingen. Mit leuchtenden Augen erzählt sie von ihrem Berufsalltag. Sie hat Keramikschulungen, darf bei Kundenbesuchen dabei sein, und weiß schon richtig viel über die hochwertige Spezialkeramik. „Nur ein Diamant ist härter als unsere Keramik“, erklärt sie. Deshalb können nach dem Pressen mit extremen Druck der Rohzylinder nur Diamantschleifschneider die künstlichen Hüft- und Kniegelenke in Form bringen. ih/Foto: Carsten Riedl


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