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Bis März 2020 werden Unterschriften gesammelt

Grüne Kreuze werden vielerorts von Landwirten aufgestellt, die um ihre Existenz fürchten und ein Zeichen setzen wollen. Initialz
Grüne Kreuze werden vielerorts von Landwirten aufgestellt, die um ihre Existenz fürchten und ein Zeichen setzen wollen. Initialzündung für die Aktion war der Agrar-Pakt der Bundesregierung im September. Mit den Mahnmalen protestieren viele Landwirte nun aber auch gegen das Volksbegehren. Foto: Bianca Lütz-Holoch

Das Volksbegehren Artenschutz „Rettet die Bienen“ geht auf eine Initiative des Freien Instituts für ökologische Bienenhaltung „proBiene“ zurück und wird von Öko- und Naturschutzorganisationen getragen.

Gefordert wird etwa, eine Ökolandbau-Quote von 50 Prozent bis 2035 zu erreichen. Landesflächen sollen zu 100 Prozent ökologisch bewirtschaftet werden. Zudem ist eine Halbierung des Pflanzenschutzmittelein­satzes bis 2025 vorgesehen. In Schutzgebieten dürfen - außer in Ausnahmen - gar keine Pestizide mehr eingesetzt werden.

Das Bündnis sammelt bis zum 23. März 2020 Unterschriften. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen mindestens 770 000 Unterschriften zusammenkommen. Das entspricht einem Zehntel der Wahlberechtigten Baden-Württembergs.

Wird die Mindestzahl erreicht, kann der Landtag den Gesetzentwurf unverändert annehmen. Tut er das nicht, kommt es zum Volksentscheid, bei dem der Landtag auch einen eigenen, veränderten Entwurf vorlegen kann.

Per Volksantrag wehren sich nun die Bauernverbände. Ihr Ziel: dass den vielfältigen Ursachen des Artensterbens begegnet wird, statt nur die Landwirte in die Pflicht zu nehmen.

Grüne Kreuze werden vielerorts von Landwirten aufgestellt, die um ihre Existenz fürchten und ein Zeichen setzen wollen. Initialzündung für die Aktion war der Agrar-Pakt der Bundesregierung im September. Mit den Mahnmalen protestieren viele Landwirte nun aber auch gegen das Volksbegehren.bil

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