Lokale Wirtschaft

Botschafter des Genießerlandes

Lossprechungsfeier der Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe

Ihre Zeugnisse und Belobigungen durften die frischgebackenen Fachkräfte im Hotel- und Gaststättengewerbe bei der Lossprechungsfeier auf Burg Staufeneck mit einer kleinen Feier entgegennehmen.

Bei ihrer Lossprechungsfeier auf Burg Staufeneck in Salach erhielten die frisch ausgelernten Fachkräfte im Hotel- und Gaststätte
Bei ihrer Lossprechungsfeier auf Burg Staufeneck in Salach erhielten die frisch ausgelernten Fachkräfte im Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Zeugnisse und Belobigungen.Foto: Sabine Ackermann

Salach. „Liebe Absolventen, heute ist Ihr Tag! Sie haben jetzt einen Beruf!“, begrüßte Dieter Proß im Namen der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen etwa ein Drittel der insgesamt 98 (2012: 108) frisch ausgelernten Fachkräfte auf Burg Staufeneck. Seit einigen Jahren finden die Lossprechungsfeiern des Hotel- und Gaststättengewerbes (HOGA) im jährlichen Wechsel in auserwählten Betrieben im Kreis Göppingen oder Esslingen statt. Mit 43 (48) Hotelfachleuten steht dieser Beruf weiterhin oben auf der Beliebtheitsskala, gefolgt von 38 (42) Köchinnen und Köchen sowie 17 (18) Restaurantfachkräften.

Demografischer Wandel und längere Schulzeiten seien der Grund, dass es in der Region Stuttgart derzeit rund 300 offene Lehrstellen in der

„Machen Sie Werbung für Ihren Beruf“

Gastronomie und Hotellerie gibt. „Machen Sie Werbung für Ihren tollen Beruf, denn wer hat schon die Möglichkeit, weltweit zu arbeiten?“ So freue sich die IHK schon heute darauf, den Absolventen in einigen Jahren ihre Meisterbriefe oder andere Weiterbildungszeugnisse zu überreichen oder manche gar beim Schritt in die Selbstständigkeit zu beraten – ganz nach dem Motto: Kein Abschluss ohne Anschluss. Proß vergaß aber auch Ausbilder und Chefs der Betriebe sowie Berufsschullehrer nicht, die an beiden Lernorten für hervorragende Qualität der Ausbildung des dualen Systems sorgen würden.

Auch Hans-Ulrich Kauderer vom Hotel- und Gaststättenverband Kreis Göppingen hob dieses Ausbildungssystem als Garant für die im In- und Ausland begehrten Gastro- und Hotelprofis hervor und hält die Unterstützung seitens der Eltern ebenso für sehr wichtig. „Die Karrierewege in unserer Branche sind kurz. Nutzen Sie die vielen Möglichkeiten der Weiterbildung wie etwa bei der Dehoga-Akademie oder anderen Einrichtungen. Arbeitslosigkeit ist in dieser Branche praktisch unbekannt“, betonte der Vorsitzende der Dehoga-Kreisstelle Göppingen.

Rund 70 000 junge Menschen lernen in Deutschland einen gastgewerblichen Ausbildungsberuf. Mit über 30 000 Betrieben, rund einer Viertelmillion Erwerbstätigen, davon 7 500 Azubis und mehr als acht Milliarden Euro Jahresumsatz ist das Hotel- und Gaststättengewerbe ein starker Teil der baden-württembergischen Wirtschaft.

„Bewahren Sie sich Ihre Neugier, Ihre Freude am Lernen, Ihre Begeisterung und Ihren Stolz als selbstbewusste Dienstleister“, riet Kauderer. „Und seien Sie für Ihre Gäste aus nah und fern, ganz gleich, wo Sie künftig auch arbeiten mögen, kompetente und herzliche Botschafter unseres wunderschönen Genießerlandes Baden-Württemberg.“

Anzeige