Infoartikel

Busverkehr der Zukunft

Vorgeschichte: Lange hat der Esslinger Gemeinderat hin und her überlegt, wie der Busverkehr in den kommenden Jahren aussehen soll. Zur Diskussion standen zwei verschiedene Konzepte: zum einen der Elektro-Hybridbus, der über weite Strecken an Oberleitungen hängt, und zum anderen der rein batteriebetriebene Elektrobus, der ganz ohne Oberleitungen unterwegs ist. Im Prinzip standen sich im Gemeinderat zwei Lager gegenüber: SPD, Grüne, Linke und FÜR positionierten sich klar für einen Ausbau des O-Busses, weil sie darin einen wichtigen Schritt hin zu mehr Umwelt- und Klimaschutz sahen. CDU, Freie Wähler und FDP hingegen sahen es kritisch, dass die Stadt den Ausbau der Elektromobilität für sich selbst beanspruchen und private Busunternehmen damit von Anfang an außen vor lassen wollte.

Entscheidung: Mit seinem Ja zum Elektro-Hybridbus hat sich der Gemeinderat nicht nur für einen Ausbau des Oberleitungsnetzes entschieden, sondern auch dafür, dass die privaten Busunternehmen in Esslingen künftig nur noch einen Anteil von 37 Prozent statt 48 Prozent am Stadtverkehr haben. Denn der Städtische Verkehrsbetrieb (SVE) will in den nächsten zehn Jahren den Anteil an elektrisch betriebenen O-Bussen - die der SVE selbst fährt - von 21 auf 63 Prozent erhöhen. Vor allem der Norden sowie die Strecken nach Zell und Obertürkheim sollen in das Netz elektrisch betriebener Busse eingebaut werden. Mancherorts geht das ohne Oberleitungen, denn die Elektro-Hybridbusse können bis zu 15 Kilometer im Batteriebetrieb fahren. Derzeit sind vier Modelle in der Stadt im Einsatz, bis 2022 sollen es insgesamt 15 sein.mb


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