Infoartikel

Das Glockenspiel im Alten Rathaus

Geschichte: Hofbaumeister Heinrich Schickhardt ließ im 16. Jahrhundert eine Renaissancefassade vor den um 1420 errichteten Fachwerkbau des damaligen städtischen Kauf- und Steuerhauses bauen - in einem offenen Dachreiter des heutigen Alten Rathauses hingen die Stundenschlag- und die Viertelstundenschlag-Glocke. In diesem Dachreiter wurde 1926 ein von Bürgern gestiftetes Glockenspiel eingebaut, das zunächst aus 24 Glocken bestand und 1972 in einer weiteren bürgerschaftlichen Initiative um fünf Glocken erweitert wurde.

Technik: Durch die Erweiterung wurde ein Tonumfang von mehr als zwei Oktaven erreicht. Der Anschlag der Glocken, der ursprünglich über eine mit Stahlstiften bestückte Messingwalze betrieben wurde, wird heute per Lochband oder Computer gesteuert, kann aber auch am Spieltisch gespielt werden. Mit den Tasten am Spieltisch oder den Lochbändern werden elektrische Impulse ausgelöst, die über Magnete den Anschlag am Glockenrand auslösen. Die Tonsätze stammen von Eckart Hirschmann und seinem Vorgänger Paul Schwob.adi


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