Infoartikel

Das Kinderfest als „gesamteuropäisches Phänomen“

Kinderfeste waren früher viel weiter verbreitet. Rund um die Teck hält heute allein Owen die Tradition noch wach, betont der Geschichtsvereins-Vorsitzende Rainer Laskowski, der schon Material für ein weiteres Kapitel des Maientagsbuchs hätte: „Wir haben den Owener Maientag ja noch nicht in den großen Rahmen der Frühliungsfeste gestellt. Die sind ein gesamteuropäisches Phänomen. Eigentlich gehören sie zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit - nur noch nicht offiziell. Auch Pfingstbräuche finden sich im Maientag.“

1681 werde von Laubhütten berichtet: „Auch diese Hütten gehörten zu den Frühlingsfesten. Man hat für die Feste einen besonderen Ort außerhalb ausgesucht. Man ging bewusst in die Natur.“ Das Blumenkränzlein der Mädchen sei aber nicht nur einfach ein Schmuck aus Naturmaterialien gewesen: „Das war früher ein Zeichen dafür, dass eine junge Frau ,noch nicht vergeben‘ war.“ In früheren Zeiten hatte auch der Schulbesuch der Kinder eine starke Konkurrenz - das Elternhaus: „Kinder mussten früher überall mithelfen, in der Landwirtschaft.“

1759 waren auch die kleineren Kinder zum Maientag eingeladen, um für den Schulbesuch zu werben und „um ihnen mehr Lust und Begierde zu einstiger Frequentierung der Schule beizubringen“.

Das Maientagsbuch wird am Dienstag, 18. Mai, von 10 bis 11 und von 17 bis 18 Uhr in der Teckstraße, am Backhaus im Oberen Städtle, verkauft. Owener Grundschulkinder erhalten es als Geschenk in der Schule. Weitere Verkaufsstellen finden sich im Internet unter alt-owen.com/das-maientagsbuch. vol

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