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Der Gemeinderat hegt große Zweifel am Zeitplan

„Wie lange dauert das, bis Tempo 30 umgesetzt werden kann?“, lautete die allererste Frage, die Reiner Kerzinger stellte. Die Antwort von Jürgen Roth überraschte nahezu jeden im Gemeinderat: „Bis zum endgültigen Okay gehen noch etwa zwei bis drei Monate ins Land“, sagte Jürgen Roth ohne jegliche Zweifel.

Die hatten die Gemeinderäte um so mehr. „Es wiederholt sich ziemlich identisch, es sind die dieselben Gebäude. Die Straßenbaulastträger wissen schon lange um ihre Pflicht - und machen nichts. Die kommen seit Jahren ihrer Aufgabe nicht nach“, ärgerte sich Hans-Jörg Schmid, dass die Stadt Owen die Angelegenheit nicht selbst in die Hand nehmen kann.

Verwundert blickt er in den Nachbarlandkreis Göppingen, wo in vielen Kommunen - etwa in Albershausen - schon lange Tempo 30 in der Nacht gilt. „Wir sind da richtig hintendran. Wieso funktioniert das bei uns nicht? Am Regierungspräsidium kann es jedenfalls nicht liegen - das ist dasselbe“, sagte Hans-Jörg Schmid.

Die A 8 ins Gespräch brachte Jochen Eberhardt. „Da tut sich seit Ewigkeiten nichts bei der überörtlichen Planung, da wird nichts gerichtet. Wenn es sich auf der Autobahn staut, haben wir hier regelmäßig den Umleitungsverkehr im Ort“, weiß der Handwerker aus leidvoller Erfahrung.

Die Verkehrsflüsse müssen aus seiner Sicht anders geleitet werden. „Wird da nicht an der großen Stellschraube gedreht, können wir es in Owen gleich bleiben lassen“, ist Jochen Eberhardt pessimistisch. ih

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