Infoartikel

Der Gerber und der Seifensieder in der Bastion

Die kaufmännische Berufsschule in Kirchheim ist völlig zurecht nach Jakob Friedrich Schöllkopf (1819 bis 1899) benannt. Er hatte ein Händchen fürs Geschäft, analysierte die Märkte, rationalisierte die Produktion und ersann Innovationen. Der sprichwörtliche „Seifensieder“ war dem gelernten Gerber schon frühzeitig aufgegangen.

Der „aufgehende Seifensieder“ ist erstmals im Geburtsjahr Friedrich Tritschlers (1810 bis 1859) belegt. Wenn jemandem ein Licht aufgeht, wird „Licht“ häufig durch „Kronleuchter“ ersetzt - oder durch „Seifensieder“. Letzterer stellte aus Talg außer Seife eben auch Kerzen her - wesentlich mehr sogar, als ein Kronleuchter aufzuweisen hat.

Die Schöllkopf-Stiftung aus den USA unterstützt indirekt Joachim Mohrs Buch: Die Kirchheimer Bürgerstiftung verteilt das Geld aus Buffalo und unterstützt dieses Jahr unter anderm Mohrs Prosa-Band über Schöllkopf und Tritschler. Am Freitag, 23. März, stellt Joachim Mohr sein Buch in der Bastion vor. Beginn ist um 20 Uhr.vol

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