Infoartikel

Der Rathausbrunnen in Dettingen ist ein beliebter Treffpunkt und das „Sommerfreibad“ für Kinder

Der Rathausbrunnen in Dettingen ist nicht nur Aushängeschild an zentraler Stelle im Ort, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Vor allem im Sommer sind dort jauchzende Kinder zu hören, die schon morgens unter den Stierhörnern quietschvergnügt planschen. Manche Radtour von Auswärtigen führt hier extra vorbei, denn die Kinder wollen bei den wasserspeienden Bronze-Tieren unbedingt einen Zwischenstopp einlegen.

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Dieses Vergnügen lässt sich die Gemeinde rund 10 000 Euro jährlich kosten. Etwa die Hälfte sind Personalkosten. „Der Brunnen ist ortsbildprägend und unser Aushängeschild. Den muss ich pflegen, sonst kann ich‘s lassen“, sagt Kämmerer Jörg Neubauer. Ab Ostern achtet der Bauhof auf die steigenden Temperaturen. Sobald die Minusgrade sich in Grenzen halten, wird der Brunnen zum Laufen gebracht. Das Gleiche gilt für den Herbst - nur andersrum. Droht Dauerfrost, wird die Anlage abgeschaltet.

Herr des Brunnens ist Florian Immrich. Seit die neue Technik installiert ist, muss er alle zwei Wochen etwa fünf Stunden für die Pflege rechnen. Früher musste er wöchentlich ran, damit die Algen keine Chance hatten. „Das Laub der Platanen muss aus dem Feinfilter raus und der Vorfilter gereinigt werden. Den Rest macht die kluge Anlage selber“, skizziert der Brunnenwart grob seinen Arbeitsaufwand. Die Anlage speist beispielsweise Chlor für die gute Wasserqualität ein. „Das ist etwa 10 Prozent im Vergleich zu Schwimmbädern“, sagt Florian Immrich. Sensoren messen ph- und Chlorwert und schütten dann bei Bedarf das Chlorgas aus, das aus Salz gewonnen wird. „Da gibt es nix auf Reserve, das explodieren könnte“, beruhigt er.

Die Rathausmitarbeiter, einschließlich Bürgermeister Rainer Haußmann, bekommen hautnah das fröhliche Treiben direkt vor ihrer „Haustüre“ mit. „Im Sommer baden hier täglich Kinder und haben ihren Spaß. Das ist das Dettinger Sommerfreibad“, sagt Jörg Neubauer. ih