Kirchheim

Der Stadt fehlen die Büroräume

Verwaltungsgebäude In Kirchheim herrscht ein Mangel an Amtsstuben. Entlastung bringt das Otto-Ficker-Areal.

Kirchheim. Die Stadt Kirchheim platzt aus allen Nähten. Nicht nur auf dem Wohnungsmarkt ist die Lage angespannt. Auch bei den Büroräumen scheint es kein Überangebot zu geben: Zumindest die Stadtverwaltung ist auf neue und zusätzliche Standorte für ihre Ämter angewiesen. Das liegt zum einen daran, dass die Zahl der Mitarbeiter ständig wächst. Zum anderen liegt es daran, dass bisherige Standorte aufgegeben werden. So soll beispielsweise der Rathausanbau mit Sitzungssaal komplett umgestaltet werden, und auch aus dem Gebäude Kornstraße 4 will die Verwaltung eher früher als später ausziehen.

Eine Alternative ist das Otto-Ficker-Areal, wo sich die Abteilungen Finanzen sowie Personal und Organisation jetzt neu einrichten. Auch das Ordnungsamt soll dort unterkommen. Allerdings stehen momentan keine weiteren Räume an der Stuttgarter Straße zur Verfügung. Sie müssen erst vorbereitet werden, und das dauert seine Zeit: Frühestens 2021 ist mit einem Umzug des Ordnungsamts zu rechnen, teilte Bürgermeis­ter Stefan Wörner im Gemeinderat mit. Die Kornstraße 4 wird also noch mindestens ein Jahr lang mit den entsprechenden Büros der Stadtverwaltung belegt sein.

Ein weiterer Ersatzstandort soll ganz in der Nähe des Rathauses entstehen - in der Marktstraße 1 + 3. Stefan Wörner spricht hier von einem Investorenmodell: „Der Investor baut, die Stadt mietet an.“ Allerdings ist der Zeitrahmen in diesem Fall wesentlich größer als beim Umzug ins Otto-Ficker-Gelände. Der frühestmögliche Baubeginn in der Markstraße würde bereits ins Jahr 2021 fallen. Im Idealfall wäre das Gebäude 2024 bezugsfertig. Erst danach könnte die Stadt den Rathausanbau in Angriff nehmen. Als Alternativen stehen zur Debatte eine Sanierung, eine Aufstockung oder sogar ein Abriss mit anschließendem Neubau.

Räumliche Entlastung im Rathaus

Immerhin verspricht sich Stefan Wörner durch den aktuellen Umzug an die Stuttgarter Straße jetzt bereits „eine räumliche Entlastung im Rathaus und am Widerholtplatz“. Eine Entlastung bedeutet aber noch lange nicht, dass dadurch gleich das Problem gelöst wäre. In der Kornstraße gibt es weiterhin - und das mindestens noch ein Jahr lang - Büroräume, die den heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze nicht mehr genügen. Das Grundproblem benennt Bürgermeister Wörner wie folgt: „Wir können derzeit weder den Flächenbedarf noch den Bedarf an Arbeitsplätzen decken.“ Wenn alles nach Plan läuft, fehlen 2024 immer noch 37 von 307 Arbeitsplätzen. Allerdings weiß jetzt noch kein Mensch, wie viele Arbeitsplätze die Stadt bis 2030 oder 2035 benötigt. Andreas Volz

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