Kirchheim

Die ersten Kirchheimer im renovierten Schloss

Austausch 20 Zehntklässler des Ludwig-Uhland-Gymnasiums besuchten die Partnerstadt Rambouillet.

Kirchheim. Jetzt war es wieder so weit: Knapp 20 Zehntklässler des Ludwig-Uhland-Gymnasiums haben einen Ausflug in die Kirchheimer Partnerstadt Rambouillet gemacht. Ihre Austauschpartner hatten sie bereits im Mai während deren Aufenthaltes in Kirchheim kennengelernt. Das Timing könnte kaum besser sein: 2017 ist das Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft. Seit 50 Jahren besteht diese Verbindung - und seit fast 50 Jahren reisen Schüler des Gymnasiums jährlich zum Austausch mit dem Lycée Louis Bascan nach Rambouillet.

In Frankreich wurde die Gruppe sowohl im Lycée als auch im Rathaus empfangen. Auf dem Programm stand vor allem das Kennenlernen der Partnerstadt, in der einige Schüler schon bald den Wegweiser entdeckten, der in Richtung des 705 Kilometer entfernten Kirchheims deutet und zeigt, wie sehr die Partnerschaft in das Stadtbild integriert ist.

Auch im Lycée selbst gab es einiges zu entdecken, was die Kirchheimer Gymnasiasten aus ihrem eigenen Alltag nicht kennen. Beispielsweise wurde ihnen das „Ulis“ vorgestellt, eine Abteilung in der Schule, in der Zusatzmaterialien für blinde und sehbehinderte Schüler erstellt werden, um ihnen die Teilnahme am normalen Unterricht zu ermöglichen. Die Gruppe aus Kirchheim war zudem eine der ersten, die das Schloss von Rambouillet nach der Renovierung besichtigen konnte, ebenso wie weitere Sehenswürdigkeiten im weitläufigen Schlosspark. So zum Beispiel die „Chaumière aux coquillages“, ein kleines Häuschen, das im Inneren vollständig mit Muscheln verkleidet ist. Im Kulturzentrum „La Lanterne“ wurde „The elephant in the room“ dargeboten, eine Mischung aus humorvollem Theater und spannender Akrobatik.

Weitere Ausflüge führten Schüler des Ludwig-Uhland-Gymnasiums in die Stadt Tours, zu dem von Wasser umgebenen Loire-Schloss Azay-le-Rideau, zum Privatschloss Groussay, das schon Kulisse mehrerer Filme war, sowie nach Chartres. Dort besichtigten sie nicht nur die Stadt einschließlich ihrer für die bunten Glasfenster bekannten Kathedrale, sondern konnten auch selbst die Technik ausprobieren, mit der diese hergestellt werden. pm

Anzeige