Kirchheim

Die Kirche bittet um die Kreuzchen

Kirchenwahlen Am Sonntag sind die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinderäte und der Landessynode zu wählen.

Auch in den evangelischen Kirchen wird am Sonntag gewählt.
Auch in den evangelischen Kirchen wird am Sonntag gewählt.

Kirchheim. Am ersten Advent ist Wahlsonntag: Im ganzen Land sind die Mitglieder der Württembergi­schen Landeskirche aufgerufen, sich an den Kirchenwahlen zu beteiligen. „Seit die OB-Wahl in Kirchheim an Fahrt aufgenommen hat, sind wir ein bisschen ins Hintertreffen geraten“, sagt Pfarrer Axel Rickelt von der Kirchheimer Stadtkirchengemeinde.

Teilweise ist er sogar froh, dass bei der Kirchenwahl nicht mit so harten Bandagen gekämpft wird: „Eine Schlammschlacht steht bei uns nicht zu befürchten. Ob Kirchengemeinderat oder Landessynode - es geht um die Menschen, die sich zur Wahl stellen, und um die Themen, die ihnen wichtig sind. Sie wollen diese Themen gemeinsam angehen, ohne jetzt schon Lösungen anzubieten.“ Dekanin Renate Kath ergänzt: „Die Frage ist, wie wir gemeinsam die Zukunft gestalten und neue Formen finden, um das Evangelium unter die Menschen zu bringen.“

Es gab schon an­dere Zeiten, vor allem bei der Synodalwahl, wie sich Axel Rickelt erinnert: „Da haben einzelne Gesprächskreise auch mal Versprechungen gemacht - wenn Sie uns wählen, gibt es zehn Prozent mehr Geld für die Jugendarbeit, oder so.“

In der kommenden sechsjährigen Amtszeit wird sich die Landessynode ebenfalls mit Geld befassen: Das Gebäude des Oberkirchenrats in Stuttgart muss erweitert werden. „Da geht es um viel Geld für eine kirchliche Immobilie“, sagt die Dekanin. Ein weiteres Thema ist die Reform der Verwaltungsstrukturen, bei der die Richtung noch völlig offen ist: Sollen die Verwaltungsstellen ge­stärkt werden oder die Dekanatssitze?

In jeder einzelnen Kirchengemeinde wiederum gibt es jeweils eigene Schwerpunkte. Auch die Wahlzeiten am Sonntag sind deswegen ganz unterschiedlich: Schon der Beginn ist überall zu verschiedenen Zeiten - nach dem Gottesdienst eben. Selbst das Ende der Wahl ist nicht eindeutig festgelegt. Sicher ist nur: Überall muss spätestens um 18 Uhr Schluss sein - wie bei der Kirchheimer OB-Wahl auch. Andreas Volz

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