Kirchheim

Die letzte Chance vor dem Austritt

Reform Bei vielen engagierten Katholikinnen herrscht Frust. Der aktuelle „Synodale Weg“ birgt für manche Frauen von Maria 2.0 noch einen Funken Hoffnung, ehe sie der Kirche verzweifelt den Rücken kehren. Von Peter Dietrich

Die Aktivistinnen der Reforminitiative Maria 2.0 wollen, wie auf dem Bild vor der DresdnerFrauenkirche deutlich wird, nicht mehr
Die Aktivistinnen der Reforminitiative Maria 2.0 wollen, wie auf dem Bild vor der DresdnerFrauenkirche deutlich wird, nicht mehr schweigen oder sich gar den Mund verbieten lassen, sondern setzen auf Reformen (Fotos: picture alliance/dpa/Angelika Warmuth).

Zum Gespräch im Gebetszelt neben der Kirche St. Ulrich hat Ursula Flaig einen Kirchheimer Gemeindebrief mitgebracht. Werden die Würde und die Rechte der Frauen in der Kirche in der gebührenden Weise anerkannt? Dürfen sie bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen? So fragt die Autorin Hedi Heidenreich - und zwar im Jahr 1987. „Man könnte das eins zu eins übernehmen“, sagt Ursula Flaig. Es habe sich nicht viel verändert an der Verteilung der Macht. „Der Frust ist sehr groß, es gibt viel Resignation.“ Der sexuelle ...

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Die Anliegen von Maria 2.0

Die große Sternwallfahrt nach Rottenburg im April 2020, dem „Tag der Diakonin“, musste wegen Corona ausfallen. Es war unter anderem ein Gespräch mit dem Bischof geplant.

„Unsere Bewegung muss die reformorientierten Bischöfe stärken, ihnen zeigen, wir sind ganz viele“, sagt Ursula Flaig.

Im April 2021 plant Maria 2.0 eine Aktionswoche, an der sich auch viele Kirchheimerinnen und Kirchheimer beteiligen werden.

Frauen und Männer sind in derzeit eingeladen, ihre Porträts auf ein Banner oder eine Fotowand drucken zu lassen als Statement für die Anliegen von Maria 2.0. So kann auch jemand die Bewegung unterstützen, der nicht vor Ort sein kann.pd